Kommunales Transparente Zuschüsse für Vereine

Wain / dave 30.12.2017
Wain ändert die Regeln für die Vereinsförderung. Geld gibt es nicht mehr nach dem Rasenmäher-Prinzip.

In Wain kommt eine neue Vereinsförderrichtlinie zum Tragen. Darauf verständigte sich der Gemeinderat. Bereits im Sommer hatte sich das Gremium mit dem Thema befasst. Das Ziel: Die Förderung der Vereine soll künftig fairer und transparenter gestaltet sein.Vereinsvertreter und Vertreter des Verwaltungsausschusses  entwarfen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe ein Konzept unter Berücksichtigung der Mitgliederzahl und der Jugendarbeit. Außerdem soll künftig bei der Vergabe nach „Tatbeständen“ unterschieden werden, zum Beispiel umfangreiche Maßnahmen umfassen laufende Anschaffungen, besondere Anschaffungen sowie die Bereitstellung von Anlagen. Der Regelsatz für den Zuschuss beträgt 25 Prozent. Wenn ein Verein in den vergangenen zehn Jahren nicht investierte, steuert die Gemeinde in Zukunft 50 Prozent bei. Zuwendungen von Verbänden werden dabei abgezogen.

Für Rat Bruno Thunnessen war dieser Prozentsatz zu hoch, und sein Kollege Jochen Kern gab zu bedenken, dass dies für Wain schnell sehr teuer werden könne. „Wenn mehrere Vereine 25 Prozent Zuschuss beantragen, sind wir schnell bei einer Summe von über 200 000 Euro.“ Bürgermeister Stephan Mantz sagte, dass sich die Vereine früh anmelden müssen und bereits gekaufte Dinge bleiben unberührt. „Wir können nur dann etwas beisteuern, wenn auch Geld dafür im Haushalt vorhanden ist“, sagte der Rathauschef. Sonst würde der Zuschuss nach dem Rasenmäher-Prinzip verteilt. Rat Dieter Stock lobte indes die neue Richtlinie. Das Gremium stimmte mehrheitlich zu. Bruno Thunnessen votierte als einziger Rat dagegen.

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