Langenau Traktor statt Sense

Das Gerät wurde zur Verfügung gestellt, das Geschick mit dem Traktor mussten die Wettbewerbsteilnehmer mitbringen. Foto: Amrei Groß
Das Gerät wurde zur Verfügung gestellt, das Geschick mit dem Traktor mussten die Wettbewerbsteilnehmer mitbringen. Foto: Amrei Groß
Langenau / AMREI GROSS 05.09.2012
Rückwärts einparken mit dem Zweiachsanhänger, Reifen mit der Rundballenzange stapeln, mit dem Frontlader Blumen gießen: Beim Traktor-Wettbewerb der Langenauer Landjugend waren Fahrkünste gefragt.

Sensenmähen war einmal. Nach fast vier Jahrzehnten drohte der traditionelle Sensenmähwettbewerb der Landjugend Langenau zur langweiligen Routine zu werden. "Wir wollten einfach etwas Neues", sagte Cindy Zeun, Vorsitzende des Vereins. Etwas Neues, das es in dieser Form in der Umgebung nicht gebe. Eine Idee mit landwirtschaftlichem Bezug war schnell geboren, die Umsetzung klappte ebenfalls reibungslos.

Auf dem Fahrsicherheitsplatz an der Riedheimer Straße hatte die Landjugend für den ersten Geschicklichkeitswettbewerb der Traktorfahrer am vergangenen Sonntag sieben Stationen aufgebaut. Mitmachen konnte jeder, einzige Voraussetzung war der Besitz des Führerscheins Klasse T. Es galt, mit Hilfe eines Hakens am Frontlader Ringe zu transportieren und aufzuhängen, den Traktor rückwärts über Hindernisse zu manövrieren, mit der Palettengabel einen Gymnastikball auf Kegel zu schleudern, mit der Rundballenzange Reifen zu stapeln und eine randvolle Milchkanne durch einen Slalomkurs zu transportieren - und fast immer tickte die Stoppuhr.

Gefahren wurde mit modernstem Gerät: Landmaschinen-Händler aus der Region hatten leistungsstarke Schlepper namhafter Hersteller zur Verfügung gestellt. Fast 60 Starter, darunter sechs Frauen, stellten sich der Herausforderung. Neben ihnen kamen auch die ganz jungen Wettbewerbs-Besucher auf ihre Kosten: Sie konnten sich mit Spielzeug-Traktoren auf einer kindgerechten Hindernisstrecke austoben und dabei sogar den Kinder-Traktor-Führerschein der Landjugend Langenau erwerben. Eine Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen rundete das Programm ab.

Am Ende waren alle zufrieden: Stefanie Eberhardt, die den Wettbewerb der Frauen gewonnen hatte, Männer-Sieger Christopher Fila, Landjugend-Vorsitzende Cindy Zeun und ihre Mitstreiter. Der Wettbewerb sei sehr gut angekommen, sagte die Vorsitzende. "Vielleicht der Grundstein für eine neue ländliche Traditionsveranstaltung."

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