Bildung Torsten Knaudt ist neuer Rektor der Heinrich-Kaim-Grundschule

Mit Musik geht alles besser: Der neue Rektor der Schelklinger Heinrich-Kaim-Grundschule, Torsten Knaudt (vorne), und die spontan gebildete Band aus Kolleginnen und Gästen.
Mit Musik geht alles besser: Der neue Rektor der Schelklinger Heinrich-Kaim-Grundschule, Torsten Knaudt (vorne), und die spontan gebildete Band aus Kolleginnen und Gästen. © Foto: Raidt
Schelklingen / Bernhard Raidt 09.11.2018
Die Amtseinsetzung von Torsten Knaudt als neuer Rektor der Heinrich-Kaim-Schule in Schelklingen geriet zu einem fröhlich-musikalischen Fest.

Da hatten sich viele Leute richtig etwas überlegt – die Amtseinsetzung von Torsten Knaudt als neuer Rektor der Heinrich-Kaim-Schule in Schelklingen geriet gestern zu einem fröhlich-musikalischen Fest, zahlreiche Überraschungen inklusive. So wandte sich Schulamtsdirektorin Petra Schoch etwa zunächst an die Schüler des Grundschulchors, um mit ihnen Dehn- und Streckübungen zu machen, bevor sie ihre Rede hielt und anschließend Knaudt seine Ernennungsurkunde in die Hand drückte. Und Bürgermeister Ulrich Ruckh hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Feier extra ein Gedicht – frei nach Wilhelm Busch – zu verfassen.

Auf Kaims Spuren

Der „Neue“ ist kein Unbekannter in Schelklingen – darauf machte auch Jürgen Haas, der Rektor der Gemeinschaftsschule Schelklingen-Allmendingen, aufmerksam. Denn Knaudt, 45, ist bereits seit 16 Jahren an der Schelklinger Schule aktiv. Zuletzt leitete er als Nachfolger von Haas kommissarisch ein Jahr lang die Grundschule. Eine Top-Karriere sei das, sagte Schulamtsdirektorin Schoch, die auch einiges über Knaudts Werdegang berichtete. Der neue Rektor ist in Spaichingen geboren und hat in Tuttlingen die Schule besucht. Schon Knaudts Vater ist Musiklehrer – Musik ist auch für Torsten Knaudt wichtig. So setzte er sich gestern bei seiner eigenen Feier mehrfach ans Klavier, um den von Andrea Ziller geleiteten Schulchor zu begleiten. Schulamtsdirektorin Schoch zog sogar Vergleiche zum Schulgründer Heinrich Kaim (1792 – 1874). Der war Maurer und gab diesen Beruf auf, um ein hoch geschätzter Lehrer und Musiker zu werden. Kaim gründete auch den ersten Liederkranz in der Region. Vielleicht, sagte Schoch, verfasse auch Knaudt einmal ein Lied über die Schule. Auch an Knaudts Frau Jutta und seine drei Kinder, eines von ihnen war bei der Feier dabei, richtete Schoch einige Worte.

Der katholische Schuldekan Michael Dahmen zeigte gelebte Ökumene: Er war für seinen erkrankten evangelischen Kollegen Thomas Holm eingesprungen. „Wir wechseln uns ab“, berichtete Dahmen und sprach von der Saite, die sich bei einer Gitarre in ein Gesamtgefüge einfügen müsse.

Ein Stoßgebet habe sie zum Himmel geschickt, dass Torsten Knaudt der neue Rektor der Grundschule werde, sagte Raffaela Kreiser, die zusammen mit Birgit Höfer als Elternbeiräte den neuen Schulleiter begrüßte. Denn mit Knaudt habe sie schon das ganze vergangene Jahr toll zusammengearbeitet. „Warum soll sich das nicht fortsetzen?“, fragte Kreiser. Die Erleichterung darüber, dass Knaudt neuer Schulleiter wird, hatte zuvor übrigens auch schon Bürgermeister Ruckh geäußert.

Ei, ei, ei – die bisherigen Kolleginnen und Kollegen von Torsten Knaudt hatten viel vorbereitet, um ihren neuen Chef zu begrüßen. Angeleitet von Astrid Meth und Franziska Knieß hatten sie manche Sprachspielerei zu bieten – alle ihre Wünsche und Beschreibungen von Knaudts neuer Tätigkeit endeten auf die Silbe -ei. So habe er jetzt manche Tüftelei am Lehrplan zu machen.

„Super, endlich ein Mann“

Auch, dass Knaudt Chef von vielen Frauen werden würde, war ein Thema – die Grundschule ist offenbar fest in weiblicher Hand. „Super, endlich ein Mann in unseren Grundschul-Reihen“, lautete denn auch die Reaktion einer anderen Grundschul-Rektorin, von der Jürgen Haas berichtete. Passend zum Ei-Vortrag gab’s von jeder der Kolleginnen ein Überraschungsei. Dann nahmen Kollegen und Gäste Instrumente in die Hand, um spontan mit Knaudt gemeinsam einen Marsch zu spielen.

Und so witzig, wie die ganze  Veranstaltung abgelaufen war, fiel dann auch Knaudts Schlusswort aus: Er werde ein sparsamer Schulleiter sein, versprach Knaudt. Bürgermeister Ruckh und seine Kämmerin müssten keine Angst um das Stadtsäckel haben. Zum Beweis zeigte Knaudt seine Schuhe vor – er trage heute die, die er schon beim Abi-Ball getragen habe. „Die tun’s doch noch“, sagte er unter dem Lachen der Zuhörer.

16

Jahre ist Torsten Knaudt bereits an der Schelklinger Schule tätig. Sofort „sauwohl“ habe er sich an der Schule gefühlt, sagt der 45-jährige Vater von drei Kindern.

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