Laichingen-Suppingen / SWP Er habe seiner Ehefrau aufgelauert und sie dann erstochen: Gegen einen 40-Jährigen wurde nun Anklage wegen Mordes erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat gegen einen 40 Jahre alten Mann Anklage wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes erhoben. Er wird beschuldigt, im November 2018 seine 30 Jahre alte Ehefrau getötet zu haben.

Der Mann soll am Tatabend in das Haus seiner von ihm getrennt lebenden Frau unbemerkt eingedrungen sein. Als diese nach Hause kam, soll er den Schlüssel in der Haustüre abgebrochen haben, um ihr den Fluchtweg abzuschneiden. Dann habe er sich unbemerkt seiner Frau von hinten genähert und sie mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet. Die 30-jährige Mutter dreier minderjähriger Kinder starb noch am Tatort.

Die Ermittlungen nach dem Tötungsfall in Suppingen sind aufwendig. Die Polizei startete mehrere Suchaktionen.

Blut und DNA an Messer

Der 40-Jährige wurde bereits einen Tag nach der Tat vorläufig festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Er konnte am Tag nach dem Gewaltverbrechen in einer Nachbargemeinde festgenommen werden. Laut Staatsanwaltschaft bestreitet der Verdächtige nach wie vor die Tat. „Wir gehen aber davon aus, dass die Beweislage so hoch ist, dass eine Verurteilung wahrscheinlich ist“, sagte Bischofberger. Die Ermittler haben im Wohnhaus in Suppingen, in dem die 30-Jährige mit ihren drei Kindern lebte, unter einer Sockelblende ein Messer gefunden. An der Klinge klebte Blut des Opfers, am Griff konnten DNA-Spuren des Verdächtigen sichergestellt werden.

Mann hat Trennung nicht verkraftet

Der Mann bestreitet die Tat. Aufgrund der Beweislage geht die Staatsanwaltschaft jedoch davon aus, dass der 40-Jährige seine Frau tötete, um sie für ihren Entschluss zur Trennung zu bestrafen. Die Frau hatte wenige Wochen zuvor die Scheidung eingereicht, worunter der Mann gelitten habe. Er hat daraufhin auch versucht, sich das Leben zu nehmen und wurde zu seinem eigenen Schutz in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Bei einem Fluchtversuch aus dem Krankenhaus verletzte er sich an beiden Beinen, so dass in seiner Mobilität eingeschränkt war.

Die Ermittlungen nach dem Tötungsfall in Suppingen sind aufwendig. Die Polizei startete mehrere Suchaktionen.

Morddrohungen gegen die Ehefrau

Der 40 Jährige hatte bereits zuvor Morddrohungen gegen seine Frau ausgesprochen. Dennoch bewertet die Anklage das Verhalten des Mannes als heimtückisch, da sein Opfer zum Zeitpunkt der Tat mit keinem Angriff auf ihr Leben rechnete und aufgrund dieser Arglosigkeit auch wehrlos war. Ob daneben auch das Mordmerkmal des Handelns aus niedrigen Beweggründen gegeben ist, bleibt einer weiteren Aufklärung in der Hauptverhandlung vor Gericht vorbehalten.

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