Urspring Töpfern, was das Herz begehrt

Töpfermeister Jürgen Metzger (links) zeigte den Kindern in der Urspringschule, wie das Töpfern geht.
Töpfermeister Jürgen Metzger (links) zeigte den Kindern in der Urspringschule, wie das Töpfern geht. © Foto: Anne Laaß
ANNE LAASS 25.08.2015
Der Töpferkurs des Allmendinger Ferienprogramms kam bei den Teilnehmern gut an. Im kommenden Jahr ist eine Wiederholung gewünscht.

"Wahnsinnsideen haben die Kinder", schwärmte Manuela Telle, Helferin des Ferienprogramms, über die Kreativität der neun Teilnehmer. Das Ferienprogramm der Gemeinde Allmendingen bot in diesem Jahr aufgrund der Nachfrage zwei Töpferkurse an, beide sind bisher ausgebucht.
Am Montagnachmittag startete die erste Gruppe die Zusammenarbeit mit Töpfermeister Jürgen Metzger aus Justingen. Die Kinder und Jugendlichen waren begeistert. Von 14 bis 17 Uhr konnte getöpfert werden, was das Herz begehrte. Müslischalen, Tassen oder Klangkugeln wurden mit Freude gearbeitet. Die zwölfjährige Selina hatte sich das Töpfern schwerer vorgestellt als es dann war. Ihr gefalle die Arbeit gut, ähnlich sahen es auch die jüngeren Teilnehmer. Die aus Lehm gefertigten Kunstwerke werden zehn Tage lang trocknen und dann von Jürgen Metzger glasiert.

Metzger selbst fing in der fünften Klasse mit dem Töpfern an - ein Hobby, das ihn bis heute begleitet. Seit mehr als 30 Jahren ist er an der Urspringschule tätig und bietet durch sein Handwerk außerschulische Aktivitäten an. Mit vielen Tipps und Kniffen bringt er den Kindern geduldig das Töpfern näher. So sind glatte Oberflächen besser für filigrane Muster, war zu erfahren, und um die Lehmkugel zu formen, biete sich die Drücken- und Drehen-Kombination an. Die Kinder und Jugendlichen tauschten sich auch untereinander aus und entwickelten so wieder neue Ideen. Und die Helferinnen des Ferienprogramms, Manuela Telle und Ute Neef, töpferten ambitioniert mit.

Die Urspringschule stimmte sofort zu, als es um die Frage der Räumlichkeiten ging: "Das war einfach super", sagte Telle. Sie lobte zudem die Arbeit Metzgers, der schlichtweg ein Profi sei und sich mit Engagement und Geduld um die Belange der Teilnehmer kümmere. Er selbst führe seinen Beruf mit Leidenschaft aus und animierte die Kinder, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Eine Wiederholung des Kurses für 2016 wäre absolut denkbar, sowohl für Manuela Telle wie auch für die Kinder. Der zweite Kurs findet am Freitag, 28. August, 14 Uhr, statt.