Freizeit theater

Die elfköpfige Theatergruppe des SV Suppingen probt ihr neues Stück.
Die elfköpfige Theatergruppe des SV Suppingen probt ihr neues Stück. © Foto: sgk
Suppingen / Sabine Graser-Kühnle 05.12.2018

Nach 15 Jahren bringt die Suppinger Theatergruppe des Sportvereins wieder ein Stück ihres Regisseurs Ludwig Nüßle auf die Bühne. „Wilder Stier sucht zahme Kuh“, allein der Titel dieses Dreiakters lässt vermuten, dass ländlicher Humor, Irrungen und Wirrungen und viel Liebe im Spiel sein werden. Tatsächlich soll ein junger Mann unter die Haube gebracht werden, ein Viehhändler fungiert als Kuppler, ein Urlaubsehepaar funkt überall dazwischen und eine Spukgeschichte trägt nicht eben dazu bei, dass zwei heiratswillige Mädchen so willig bleiben. Wo die Liebe dann hinfällt in diesem rund zwei Stunden dauernden Stück, wird sich zeigen, jedenfalls schießt Amor in Nüßles Stück seine Pfeile auf fast die Hälfte des elfköpfigen Ensembles ab.

Die Idee des Hochzeiters, der für die Eltern eines nicht wirklich heiratswilligen Sohnes die Bräute vermittelt, habe sich schon lange in Nüßles Kopf festgesetzt, sagt der langjährige Regisseur und Autor. Auf der Suche nach einem für die Schauspielriege der Theatergruppe geeigneten Stücks im Frühjahr dieses Jahres sei der Verein nicht fündig geworden. Die Charaktere hätten einfach nicht gepasst. Also hat Nüßle kurzerhand seine Idee aufgegriffen und einen Schwank darum geschrieben. Wie immer geht es bei den Proben lustig zu: Text vergessen, zur falschen Tür abgegangen, Sätze verwechselt.

Doch heuer ist etwas anders: Die elf Laiendarsteller tauchen in ihre Rollen tief ein, kommentieren manche Szene mit urigem Humor, lassen ihre Figur einen witzigen Spruch sagen – und ernten brüllendes Gelächter von der ganzen Gruppe. Sprüche und Regie-Ideen ergänzen das Drehbuch, es wird während der Proben perfektioniert. „Das trage ich nach den Aufführungen alles ins Script und gebe die Endfassung einem Theaterverlag, der mir schon die anderen zwei Stücke abgekauft hat“, sagt Nüßle. Mit elf Rollen ist sein Werk ausgestattet. Auch das sei ein Trend bei den Theaterstücken: „Kaum einer mag mehr große Hauptrollen auswendig lernen, bevorzugt werden viele Rollen, die weniger Text haben.“ Ein Blick in sein Drehbuch überrascht: Der urschwäbische Suppinger hat auf Schriftdeutsch geschrieben. Das wollen die Theaterverlage mittlerweile so, sagt er: „Dann kann das Lustspiel viel besser verkauft werden.“ Aber keine Sorge: Die Suppinger Darsteller reden auf der Bühne so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist: schwäbisch.

Der Vorverkauf beginnt heute

Heute beginnt der Vorverkauf für die vier abendlichen Aufführungen in der Kornberghalle am 29. und 30. Dezember, sowie 4. und 5. Januar. Karten können am 5. und 6. Dezember bestellt werden, jeweils von 18 bis 20 Uhr unter Vorwahl 07333 und den folgenden Nummern: 924440; 950546; 5737. Danach sind Reservierungen unter 0163/3116491 möglich. Weitere Informationen und den Hallenplan mit den nummerierten Sitzplätzen gibt es unter www.theater.sv-suppingen.de

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