Car-Sharing mit Elektro-Autos, eine Mitfahrbörse für Stadt und Umgebung sowie eine Leihmöglichkeit von Lastenfahrrädern und vor allem verbesserte Radwege: das sind einige der Vorschläge, die in den drei Bürgerworkshops zur Mobilitätswende in Langenau zur Diskussion standen und nach Ansicht der Teilnehmer Priorität haben sollen. Viele wünschten auch einen weiteren Mobilitäts-Tag, der laut Christian Klaiber bereits angedacht ist. Die Stadt hatte Klaiber und Angela Imdahl von der „Initiative Zukunft Mobilität“ mit der Moderation der Workshops beauftragt.

Außerdem sollen sie aus den Diskussionsergebnissen ein zukunftstaugliches Verkehrskonzept   erstellen unter dem Titel „nauMobil“ (wir berichteten). Die Zahl der Anwesenden war bei der dritten Auflage der Bürgerbeteiligung zwar deutlich geschrumpft, das Gespräch aber nicht weniger engagiert und konstruktiv als im Juni und November 2018.

„Egal, wie viele da sind“, sagte Bürgermeister Daniel Salemi, die Ideen und Vorschläge würden ins Mobilitäts-Konzept und in die Beratungen im Gemeinderat einfließen. Der habe der Verwaltung bereits den Auftrag gegeben, E-Car-Sharing-Angebote zu prüfen. Laut Klaiber sollten sechs bis sieben Stromautos vorgesehen werden: Stationiert werden könnten sie samt Ladesäulen bei den Einkaufsmärkten, im Gewerbegebiet, in der Nähe des Krankenhauses, in der Innenstadt sowie eines in jedem Teilort.

Die Landkreise und die Stadt Neu-Ulm seien schon dabei, eine Mitfahrbörse zu entwickeln, berichtete Bauamtsleiter Gerd Bühler. Daher wäre eine eigene Plattform überflüssig.

Um die Akzeptanz von Alternativen zum eigenen Auto zu erhöhen, sollen Bürgerinnen und Bürger für „Selbstversuche“ gewonnen werden und über ihre Erfahrungen berichten: Gesucht sind beispielsweise „Testpersonen“, die aufs Zweitauto verzichten und stattdessen E-Car-Sharing nutzen oder Pendler, die vom Auto aufs E-Bike umsteigen.

Sehr gut genutzt werde der Nau-Bus, der seit Dezember in der Stadt und abends auch in die Ortsteile fährt, sagte Salemi. Im Schnitt transportiere er acht bis zehn Fahrgäste pro Stunde. Auch der Radverkehr war ein großes Thema in den Workshops, dort soll nun angeknüpft werden (siehe nebenstehenden Artikel).