Benefiz Team-Geister und Abenteurer

Der Spaß steht im Vordergrund – gleichwohl wurde hart gekämpft bei dem Rennen in Sonderbuch.
Der Spaß steht im Vordergrund – gleichwohl wurde hart gekämpft bei dem Rennen in Sonderbuch. © Foto: Matthias Kessler
Sonderbuch / Melanie Reiner 27.08.2018

Regen und Sturm am Vortag machten es den 119 Radlern am Samstag nicht einfach, das Mountainbike-Rennen in Sonderbuch zu meistern. Trotzdem standen alle Teilnehmer 20 Minuten vor Beginn in freudiger Erwartung bereit. Nach Sicherheitseinweisungen und Erklärung der Spielregeln, sammelten sich die Fahrer am Startpunkt. Traditionell folgte ein Le-Mans-Start: Die Fahrräder lagen in der Mitte des Feldes, und die Fahrer standen einige Meter entfernt daneben. Auf los, ging’s los. Von 10 bis 16 Uhr wurde die 3,4 Kilometer lange Strecke befahren: bergauf, bergab, durch den Wald und über Wurzeln und Laub. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen kam es zu zwei kleinen Unfällen mit leichten Verletzungen.

Die Starter traten meist in Zweier- oder Vierer-Teams an, berichtete Veranstalter Michael Hemscheidt. Somit konnten sie sich abwechseln und Pause machen. Nur eine Person des Teams musste und durfte auf der Strecke sein. Nach wie vielen Runden die Fahrer sich abwechselten, war ihnen überlassen. Allerdings waren auch Abenteurer dabei, die als Einzelstarter radelten. Das bürgerte sich so ein, erzählte Hemscheidt. Sie machen nur Pausen zum Essen und Trinken. Im Vordergrund steht der Spaß, was auch der Moderator der Veranstaltung vor dem Start noch einmal betonte. Denn es handelt sich um eine Benefizveranstaltung. Der Lions Club Blaubeuren-Laichingen veranstaltet das Rennen.

Spenden für regionale Projekte

Wie schon in den vielen Jahren zuvor, geht auch diesmal das meiste gesammelte Geld an ein regionales Projekt. Das CJD-Jugenddorf Bläsiberg in Wiesensteig, das sich unter anderem um Lernbehinderte kümmert, soll unterstützt werden, zudem andere Aktionen wie beispielsweise „Sport für alle“. Das Ulmer Projekt versucht, jedem Kind die Möglichkeit zu geben sich sportlich, ohne finanzielle Hürden, zu betätigen. Weitere Spendengelder fließen in eine Patenschaft für ein Kind aus Nepal, um dessen Ausbildung zu finanzieren. Die Spenden kamen durch eine Tombola zusammen und durch die Teilnehmergebühr von 35 Euro.

Es sind sogar Radler aus Köln und Basel in das kleine Dorf bei Blaubeuren gekommen, wie Hemscheidt berichtete. Er findet es schön, dass das Fahrradrennen keine Massenveranstaltung ist wie in größeren Städten. So habe alles einen sehr freundschaftlichen Charakter. Er kennt manche Teilnehmer schon jahrelang und hat auch außerhalb der Benefizveranstaltung Kontakt zu ihnen.

Die eingenommene Spendensumme ist noch nicht bekannt. Nächstes Jahr soll es wieder ein Rennen geben. Der Termin steht schon fest: 24. August 2019.

Gefahrene Runden und Plätze

Sieger Die schnellsten Runden radelten Stefan Schairer und Lisa Sulzberger. Im Einzelstart konnte Simon Gonzales mit 37 Runden den ersten Platz holen. Bei den Zweier-Männer-Teams waren Benedikt Goth und Benjamin Herold mit 41 Runden an der Spitze. Mit 39 Runden lagen Stefan Schairer und Lisa Sulzberger bei den gemischten Teams vorne. Bei den Zweier-Männer-Masters-Teams holten mit 37 Runden Christian Meyer und Werner Greber den Sieg. Bei den Herren-Vierer-Teams gewann mit 29 Runden das nur aus drei Fahrern bestehende Team Sebastian Neidlinger, Tim Nagel und Tim Sperlich.

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