Gerstetten Tausende gestern bei prächtigem Wetter im Hungerbrunnental

Buchstäblich weg wie warme Semmeln gingen gestern, am Palmsonntag, im Hungerbrunnental die Palmbrezeln. Rund 150 Stände waren dort für den traditionellen "Brezgenmarkt" aufgebaut. Foto: Franz Glogger
Buchstäblich weg wie warme Semmeln gingen gestern, am Palmsonntag, im Hungerbrunnental die Palmbrezeln. Rund 150 Stände waren dort für den traditionellen "Brezgenmarkt" aufgebaut. Foto: Franz Glogger
FRANZ GLOGGER 14.04.2014
Zig Tausend Menschen hat es am Sonntag ins Hungerbunnental zum "Brezgenmarkt" gezogen. 150 Händler sorgten dort für ein buntes Angebot.

"Brezgenmarkt" im Hungerbrunnental scheint ein in der ganzen Region bekanntes Zauberwort zu sein: Denn es lockt Menschen von Biberach bis Heidenheim, von Neu-Ulm bis Geislingen in das Tal zwischen dem Gerstetter Teilort Heldenfingen im Kreis Heidenheim und der Gemeinde Altheim/Alb, die zum Alb-Donau-Kreis gehört.

Rund 20.000 Besucher hatten die Veranstalter der Gemeinde Gerstetten am Sonntag zu dem 1533 erstmals urkundlich erwähnten Markt erwartet. Dank des geradezu perfekten Wetters dürften es sogar mehr geworden sein. Pausenlos rollten die Shuttlebusse aus allen Himmelsrichtungen in das für den allgemeinen Verkehr gesperrte Tal. Dort schütteten sie ihre Fracht aus, und die Menschen zogen in einer endlos scheinenden Schlange an den rund 150 Ständen entlang. Viele andere nutzten die Gelegenheit zu einer schönen Wanderung.

Erstbesucher, die den Namen des Marktes allzu wörtlich nahmen, taten sich zunächst schwer, das ebenso kunstvoll verschlungene wie leckere Backwerk zu finden, das dem Markt seinen Namen gibt. Hosen, Strumpfhosen für Kinder, Spielzeug, Besen, Bürsten, Erdbeeren, "Lecker Bratwurst" neben "Original-Döner", Einlegesohlen aus Zedernholz und Süßes in jeder denkbaren Form - nur keine Brezeln. Beim Stand des Liederkranzes Heldenfingen gab es wenigstens Butterbrezeln. Aber dann doch ein Stand mit den zum Tag passenden Palmbrezeln, die traditionell aus Hefeteig gemacht werden. Und die Bäckersfrauen hatten alle Hände voll zu tun, der Nachfrage Herr zu werden. Gleich dutzendweise gingen die Brezeln über die Theke.

Beim Weiterschlendern waren dann wieder Gürtel, Kinderkarussell und Süßigkeiten Trumpf. Und die Besucher sondierten in bester Palmsonntags-Laune das Angebot, guckten, handelten, kauften, aßen oder plauderten mit Freunden und Bekannten, die man auf dem Markt traf. Ebenso stressfrei ging es irgendwann mit einem der Shuttlebusse wieder heimwärts - meist mit prallgefüllten Tüten. Und aus der einen oder anderen lugte auch eine goldbraune Palmbrezel.