Datthausen Tanklaster-Unfall: Diesel sickert ins Erdreich

Feuerwehrleute legten Schutzanzüge an, um Kraftstoff in Ersatzfahrzeuge umzupumpen. Foto: Ingeborg Burkhardt
Feuerwehrleute legten Schutzanzüge an, um Kraftstoff in Ersatzfahrzeuge umzupumpen. Foto: Ingeborg Burkhardt
Datthausen / INGEBORG BURKHARDT 05.10.2013
Ein mit Diesel und Benzin beladener Tanklastzug ist gestern zwischen Datthausen und Unlingen umgekippt. Die B 311 war bis zum Abend gesperrt.

Mehrere tausend Liter Diesel sind aus einem Tanklastzug ausgelaufen, der gestern gegen 6.50 Uhr von der Bundesstraße 311 abkam und umkippte. Der 66-jährige Fahrer war in Richtung Riedlingen unterwegs, als er mit seinem Sattelzug zwischen Obermarchtal-Datthausen (Alb-Donau-Kreis) und Unlingen (Kreis Biberach) einem Tier ausweichen wollte, wie er gegenüber der Polizei angab. Er verlor die Kontrolle, das mit 20 000 Liter Diesel und 13 900 Liter Benzin beladene Fahrzeug geriet auf die abfallende Böschung und kippte um. Der 66-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Aus einer der jeweils 7000 Liter Flüssigkeit fassenden Kammern des Tanks floss Diesel aus. Eine noch unbekannte Menge versickerte im Erdreich, das später abgetragen wurde. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung, die Werksfeuerwehr der Firma Böhringer Ingelheim aus Biberach, ein Chemiker des Landratsamts Biberach und Kräfte des DRK und der Polizei waren im Einsatz - insgesamt 81 Helfer. Sie pumpten den restlichen Diesel aus der beschädigten Kammer und den Inhalt der intakten Kammern in zwei andere Tankfahrzeuge um. Um die Explosionsgefahr einzudämmen, legte die Feuerwehr einen Schaumteppich. Mit zwei Kranfahrzeugen wurde das leere Fahrzeug am Nachmittag aus dem Graben gehievt. Laut Polizei entstand an dem Fahrzeug Totalschaden, der auf 27 000 Euro beziffert wird.

Die Sperrung der B 311 dauerte bis zum Abend, die Straßenmeisterei hatte schon am Morgen eine örtliche Umleitung eingerichtet.