Elektrifizierung Elektrifizierung: Südbahn neun Wochen gesperrt

Züge fahren künftig elektrisch: Die Südbahn wird an das Stromnetz angeschlossen.
Züge fahren künftig elektrisch: Die Südbahn wird an das Stromnetz angeschlossen. © Foto: Archiv
Ulm / ts 24.02.2018
Nach dem Spatenstich im März geht’s im Herbst richtig los. Auch im Ulmer Hauptbahnhof wird es Behinderungen geben.

Die Elektrifizierung der Südbahn Ulm–Friedrichshafen beginnt mit dem Bau eines Umspannwerks. Der Spatenstich erfolgt am 23. März in Niederbiegen bei Ravensburg. Diesen Termin hat Sven Hantel, bei der Deutschen Bahn Konzernbevollmächtigter für Baden-Württemberg, in einer Pressekonferenz genannt. Für den 10. September ist dann der Beginn der Arbeiten an den Fundamenten der Oberleitungsmasten geplant. Im Abschnitt zwischen Ulm und Laupheim-West dauert das voraussichtlich bis 8. Dezember. Während dieser Zeit ist der Abschnitt gesperrt. Im Nahverkehr werden Busse eingesetzt. Um Ulm zu entlasten, fahren die IRE-Züge aus und nach Stuttgart bis beziehungsweise ab Neu-Ulm. Die ganze Strecke an den Bodensee und von Friedrichshafen nach Lindau soll bis Herbst 2021 elektrifiziert sein. Die von E-Loks gezogenen Züge werden der Bahn zufolge bis zu 160 Stundenkilometer schnell sein. Bis lang ist Tempo 140 das Maximum. Die Kosten des Ausbaus betragen nach aktueller Berechnung 222 Millionen Euro.

Keine Fernzüge durch Ulm

Ebenfalls im kommenden Herbst steht dann eine weitgehende Sperrung des Ulmer Hauptbahnhofs bevor. Grund ist Hantel zufolge die Anbindung der ICE-Neubaustrecke im nördlichen Bahnhofsbereich. Vom 25. Oktober bis 9. November wird kein Fernzug durch Ulm fahren. Von Ulm aus werde es aber Verbindungen nach Stuttgart sowie in Richtung Augsburg und München geben, kündigte der Bahnmanager an. Der in Neu-Ulm startende IRE, der stündlich nach Stuttgart fährt, werde mit zusätzlichen Wagen bestückt, braucht aber etwa 15 Minuten länger. Denn: Der Zug fährt zunächst zum Rangierbahnhof bei Söflingen und wechselt dann die Richtung. Der Nahverkehr auf der Brenzbahn Ulm–Langanau und weiter nach Aalen sowie auf der Donaubahn Ulm–Blaubeuren–Ehingen ist laut Deutscher Bahn nicht betroffen.

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