Nach Weihnachten und um den 6. Januar – dem Dreikönigstag – ziehen Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland von Tür zu Tür, um für die Bewohner des Hauses zu singen, Spenden für arme Kinder zu sammeln und mit Kreide die Buchstaben „C+M+B“ sowie die aktuelle Jahreszahl an die Eingangstüren zu schreiben. Dabei sind sie verkleidet als die Heiligen drei Könige aus dem Morgenland und tragen einen Stern mit sich. Aber wer sind eigentlich die drei Heiligen Könige und woher kommt der Brauch? Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Was wird am 6. Januar gefeiert?

Der 6. Januar wird auch der „Dreikönigstag“ genannt und benennt damit eigentlich schon, was gefeiert wird: Die drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland, die nach dem Text des Matthäusevangeliums in der Bibel dem Stern nach Bethlehem folgten und dem Christuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten. Laut dem Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland lautet der offizielle Name des Feiertages „Erscheinung des Herrn“, oder „Ephiphanie“. Gedacht wird nicht nur dem Wunder des Sterns, der die drei Weisen zur Krippe führte, sondern auch der Taufe Jesu und der Hochzeit zu Kana, bei der Christus Wasser in Wein verwandelt haben soll.

Spenden für Kinder weltweit

Woher kommt der Sternsinger-Brauch?

Den Brauch des Sternsingens gibt es wahrscheinlich schon seit dem Mittelalter. Seit 1959 wird jedes Jahr die Aktion Dreikönigssingen von dem katholischen Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Zusammenarbeit mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet. Dabei werden Spenden für Kinderhilfsprojekte in mehr als hundert Ländern gesammelt. Laut dem Kindermissionswerk sind dabei jedes Jahr rund 300.000 Sternsinger unterwegs.

Woran erkenne ich, dass die Sternsinger wirklich Spenden im Auftrag des Kindermissionswerkes sammeln?

Leider sind immer wieder falsche Sternsinger unterwegs, die nur vorgeben, Spenden zu sammeln und das Geld in die eigene Tasche stecken. Derartige Vorfälle wurden auch schon in Ulm beobachtet (wir berichteten). Deswegen tragen echte Sternsinger einen roten Ausweis des Kindermissionswerks mit einem gelben Stern darauf mit sich. Dieser sollte den Stempel des jeweiligen Pfarramts zeigen, sagt Thomas Römer, Pressesprecher des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“.

Hier erfährst du mehr über die falschen Sternsinger:

Wofür steht „20*C+M+B+19.“?

Die drei Buchstaben stehen nicht für die Anfangsbuchstaben der Namen der drei Weisen, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar, sondern dienen als Abkürzung für den Segen „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne das Haus). Die aktuelle Jahreszahl rahmt die Buchstaben ein. Der kleine Stern symbolisiert den Stern von Bethlehem, der die Heiligen drei Könige zum Christuskind geführt haben soll.

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