Geschichte Stelen für verstorbene Ehrenbürger

Beim Grab von Daniel Mangold sollen Stelen an Ehrenbürger erinnern.
Beim Grab von Daniel Mangold sollen Stelen an Ehrenbürger erinnern. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Laichingen / Sabine Graser-Kühnle 05.11.2018

Verstorbenen Laichinger Ehrenbürgern soll in Würde gedacht werden. Der Geschichtsverein Laichinger Alb ist mit der bisherigen Praxis unzufrieden und hat einen neuen Vorschlag ausgearbeitet. „Ein paar Straßennamen und Hinweisschilder genügen uns nicht“, meinte Schatzmeister Rolf Riek und schloss sich in der Hauptversammlung dem vom Vorsitzenden Heinz Pfefferle geäußerten Gedanken an. Immerhin hat Laichingen, mit den Teilorten, in der Vergangenheit insgesamt zwölf Bürgern die Ehrenbürgerschaft verliehen. Heinz Surek verlas die Liste und fügte kurze Informationen zum jeweiligen Grund für die Würde hinzu. Einer der bekanntesten Ehrenbürger der Kernstadt ist Karl Heinrich Bischoff, Schriftsteller, Verleger und Initiator der Heimatwoche 1946 sowie der Stadtgründung.

Gründer der Leinenindustrie

Schon lange vorher hatte Heinrich Kahn die Ehrenbürgerschaft verliehen bekommen. Er hatte die mechanische Leinenindustrie in Laichingen begründet und ist der erste in der chronologischen Liste der Ehrenbürger. Ihm folgen Eduard Lang als Begründer der Württembergischen Leinenindustrie in Laichingen und Max Lechler, der Apotheker und Kommunalpolitiker, der die Gründung des Krankenhauses initiiert hatte. Auch ein ehemaliger Bürgermeister wurde mit dieser Ehre ausgestattet: Daniel Schwenkmezger, von der amerikanischen Besatzungsmacht als Bürgermeister eingesetzt. Als jüngste gewürdigte Bürger reihen sich zwei Franzosen unter die Ehrenbürger ein: Dr. Jean-Pierre Tizon und Emile Lavigne, Mitbegründer der Städtefreundschaft mit Ducey.

Die Mitglieder des Geschichtsvereins einigten sich rasch auf einen Vorschlag, den sie der Stadtverwaltung unterbreiten möchten: Im Zuge der Neugestaltung des Friedhofes wünscht sich der Verein eine kleine Stelen für die Laichinger Ehrenbürger beim Gedenkgrab des Heimatdichters Daniel Mangold, das nahezu im Zentrum des Friedhofs liegt und nach den Plänen der Verwaltung dort erhalten bleiben soll. „Alle sollen gleich aussehen, gleiches Recht für alle“, beendete Rolf Riek dieses Thema. Dieser Vorschlag wird weitergeleitet, dann wartet der Verein auf eine Rückmeldung der Stadtverwaltung.

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