Dem Ruf der Schelk­linger Waldhutzla, des Vereins zur Pflege des Brauchtums, waren am Freitag zahlreiche Narren aus verschiedenen Fasnetsgruppen aus dem Umland gefolgt. Wer in der bunt dekorierten Stadthalle aufs Programm wartete, musste sich aber erst gedulden: Der Schnee hatte einigen Narren bei der Anreise einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Stimmung in der Halle tat dies allerdings keinen Abbruch. Mit kurzer Verspätung eröffneten die gastgebenden Waldhutzla mit einem akrobatischen Maskentanz das Programm. Aber auch der Nachwuchs des Vereins wusste schon mit Rhythmusgefühl und so mancher gewagter Hebeübung zu glänzen. Musikalisch gab es ebenfalls auf die Ohren: Das Fanfarenkorps aus Ulm und Neu-Ulm bewies seine Vielfalt: Egal, ob deutscher Fasnets-Dauerbrenner oder Rock-Klassiker wie Alice Coopers „Poison“ oder Journeys „Don’t stop Believin“ – das Korps gab allem einen neuen Anstrich. Die Mischung traf den musikalischen Nerv der Anwesenden.

Durchs mehr als zehn Auftritte umfassende Programm führte wie schon im Vorjahr Kai Heuschmid. Der Schelklinger Zunftmeister durfte sich dabei besonders über den Besuch von Zünften freuen, die einen weiten Weg auf sich genommen hatten wie die „Wasserschnalzer“ aus Wasseralfingen oder „Bärenfänger“ aus Unterkochen. Damit die Anreise sich auch lohnte, war im Anschluss ans Programm mit einem Auftritt von DJ Benson für Musik und Partylaune gesorgt.

Für die Waldhutzla selbst ist der Brauchtumsabend jedes Jahr der erste große Termin im Narrenkalender. In den nächsten Wochen ist der prall gefüllt, beinahe täglich steht eine Veranstaltung oder ein Umzug an. In Schelklingen ist am 19. Februar mit dem Tag-in-Nacht-Umzug der nächste Höhepunkt.