Staig Staig stellt neuen Antrag für Feuerwehrauto

Josef Füller war 40 Jahre lang bei der Staiger Feuerwehr aktiv. Dafür wurde er ausgezeichnet.
Josef Füller war 40 Jahre lang bei der Staiger Feuerwehr aktiv. Dafür wurde er ausgezeichnet. © Foto: Franz Glogger
Staig / FRANZ GLOGGER 21.01.2016
Zweimal ist Staig wegen eines Zuschusses abgeblitzt. Nun geht es in die dritte Runde, um Ersatz für ein 38 Jahre altes Feuerwehrfahrzeug zu bekommen.

Josef Füller war 40 Jahre für die Staiger Feuerwehr einsatzbereit. Bei der Jahreshauptversammlung am Wochenende wurde er mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet und in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Fast ebenso lange, nämlich 38 Jahre ist das Tanklöschfahrzeug 8/18 im Dienst. Ein Ruhestand ist aber noch lange nicht in Sicht. Bereits zweimal hat die Gemeinde beim Land einen Zuschuss für einen Ersatz beantragt, beide Male wurde er abgelehnt. Obwohl der 2013 in Auftrag gegebene Bedarfsplan den Bedarf nachweist. Für Ausgaben von 250.000 Euro werden 100.000 Euro Zuschuss erwartet.

Bürgermeister Martin Jung hat wenig Verständnis für die Ablehnung. Dass der Schutz von Personen und Eigentum mit dem betagten Fahrzeug überhaupt noch gewährleistet werden kann, sei nur dem Engagement der Feuerwehrleute zu verdanken. Auch Kommandant Michael Haag bestätigte: "Der Zustand des Fahrzeugs wie unserer anderen Geräte ist nur den Helfern zu verdanken, die sich immer wieder in der Werkstatt einfinden, um zu prüfen und Technik in Schuss zu halten." Jung kündigte an, mit dem demnächst zu verabschiedenden Gemeindehaushalt in die dritte Antragsrunde zu gehen. Aber auch bei einer Zusage müsse das Fahrzeug noch lange durchhalten. Für Ausschreibung und Lieferung müsse man mit 18 Monaten rechnen.

Mit dem Personalstand, der Ausbildung und dem Einsatz der 46 Aktiven ist Haag zufrieden. Etwas knapp sei die Verfügbarkeit von nominell sechs Kräften, die Aufgaben könnten dennoch bewältigt werden. Im vergangenen Jahr wurden 13 Einsätze gezählt. Jung bedankte sich für die Arbeit der Feuerwehr. Im Gegensatz zu Katastrophenfilmen könne bei den Einsätzen kein Happy End programmiert werden. "Was am Ende eintrifft, haben wir nur zum Teil im Griff. Was wir tun können, ist gut vorbereitet sein", sagte der Bürgermeister.