Betreuung Stadt kann Vorgaben erfüllen

Erbach / Franz Glogger 11.07.2018

Gerade ist im Hauptort ein neuer, viergruppiger Kindergarten im Bau, schon läuft das Verfahren für eine ebenso große Einrichtung in Dellmensingen. Damit wird es erstmals auch in einem Erbacher Teilort ein Krippenangebot geben, berichtete Hauptamtsleiter Florian Ott dem Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am Montag. Fazit des Kinder- und Familienberichts 2018: Erbach könne den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und in allen sechs Teilorten genügend Betreuungsplätze bereitstellen. Dennoch gelte es, den Bedarf „weiter zu beobachten.“ Neben gleichbleibend hohen Geburtenraten gebe es eine stärkere Nachfrage nach verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagsangeboten – auch in den Teilorten.

Am schwierigsten sei die Situation in Ersingen. In dem evangelischen Kindergarten sei die Nachfrage weiter höher als das Angebot. Somit müsse der Träger erneut per Ausnahmeregelung die Kapazität bis an die Grenze ausschöpfen. Gut ausgelastet seien auch die Einrichtungen in den kleinen Teilorten Bach und Donaurieden. Diese liege bei etwa 90 Prozent, was vor wenigen Jahren noch ausgeschlossen schien. Die Inbetriebnahme des Kindergartens „Brühlwiese“ bringe „Entspannung“, dennoch müsste ein als vorübergehend gedachtes Angebot wie die Krippe in der Jahnstraße weiter betrieben werden.

Die Betreuungsquote von 33 Prozent bei U3-Kindern entspreche fast der von Großstädten, ergänzte Bürgermeister Achim Gaus. Neben vielen Geburten liege das wohl auch an der hohen Qualität der Einrichtungen – etwa durch einen erhöhten Personalschlüssel. Mit dem Kindergarten Brühlwiese und dem durch einen Verein getragenen Wald-Kindergarten hat Erbach zwölf Einrichtungen mit zusammen 706 Plätzen, davon  sind 100 U3-Plätze.

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