Nahverkehr Stadt bleibt bei ZOB-Variante

Entlang der Gartenstraße und auf der Wiese dahinter soll der neue zentrale Omnibusbahnhof für Laichingen gebaut werden. Darüber entscheidet der Gemeinderat am Montag.
Entlang der Gartenstraße und auf der Wiese dahinter soll der neue zentrale Omnibusbahnhof für Laichingen gebaut werden. Darüber entscheidet der Gemeinderat am Montag. © Foto: mp
mp 13.10.2018

Ein in Laichingen viel diskutiertes Thema, der zentrale Omnibusbahnhof in der Gartenstraße, soll nach dem Willen der Verwaltung am Montagabend vom Tisch sein. Dann steht der ZOB nämlich erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Dies wird notwendig, weil die Frist für eine Bezuschussung demnächst ausläuft, die Stadt zudem in ein neues Förderprogramm möchte, bei dem es mehr Geld gibt.

Im Sommer hatte der Gemeinderat einen Lösungsvorschlag abgelehnt, der darin bestand, insgesamt sechs Haltebuchten anzulegen. Vier von diesen sollten aus nördlicher Richtung angefahren werden, zwei von Süden von der Bahnhofsstraße her. Die Gartenstraße sollte großteils Einbahnstraße (von Norden nach Süden) sein, nur im südlichen Bereich sollten Busse und Anlieger von der Bahnhofsstraße einfahren dürfen. Dies hätte ein Verkehrschaos zur Folge, argumentierten viele Räte und lehnten den Vorschlag ab.

In der aktuellen Sitzungsunterlage für die Räte ist diese Lösung weiterhin vorgesehen, allerdings mit der Änderung, dass nur noch die Busse aus Blaubeuren von der Bahnhofstraße her einfahren dürften. Es käme so zu maximal 20 Situationen mit Begegnungsverkehr, betont Bauamtsleiter Günter Hascher. Die Anlieger müssten, wie der Großteil der Busse, von Norden her einfahren. Diese Variante hätte nach Ansicht Haschers auch den Vorteil, dass für Reisenden aus Blaubeuren der 15-Minuten-Takt gesichert sei. „Wir ersparen ihnen eine Stadtrundfahrt“, sagt er. Andernfalls müsste der Bus quer durch die Stadt, um die Fahrgäste am ZOB auszuladen und noch einmal die gleiche Runde, wenn er Fahrgäste ein paar Minuten später wieder einladen möchte.

Darüber hinaus hat die Verwaltung mit Planern Varianten ausarbeiten lassen. So gibt es Pläne für fünf oder sechs Haltestellen, wobei Hascher auf jeden Fall für sechs plädiert. Denn so könne ein potenzieller Ringverkehr vom Bahnhof Merklingen Richtung Bad Urach ermöglicht werden. Und eine WC-Anlage am ZOB hält der Bauamtsleiter deshalb für notwendig, weil die Toiletten in knapp 100 Metern Entfernung sehr alt seien und in den kommenden Jahren abgerissen werden müsste.

Ursprünglich hätte die Stadt nur mit Zuschüssen in Höhe von 90 000 Euro rechnen können. Da es seit März 2016 einen neuen Fördertopf gibt, will die Stadt Zuschüsse aus diesem Programm beantragen, die deutlich höher liegen. So schwanken die Zuschüsse für die Varianten eins bis sechs zwischen 187 000 Euro und 321 000 Euro. Dies hat zur Folge, dass sich die Kosten, die an der Stadt hängen bleiben, nicht wesentlich unterscheiden (siehe Kasten).

Um in den Genuss der höheren Förderung zu kommen, muss ein entsprechender Antrag bis Ende des Monats eingereicht werden. Die Zeit drängt also. Und die Stadt hat in Gesprächen mit dem Regierungspräsidium Tübingen herausgehört, dass der Antrag gute Chancen auf Genehmigung hat. Jetzt hat der Gemeinderat das letzte Wort.

Die Kosten der ZOB-Varianten

Sechs Varianten – mit fünf bis sechs Haltestellen, schmalem und breitem Wartesteg, mit und ohne WC-Anlage - wird die Verwaltung dem Rat vorlegen. Abzüglich der Zuschüsse kostet der Busbahnhof zwischen 966 000 Euro und 1,08 Millionen Euro. Die von der Verwaltung favorisierte Variante kostet 1,07 Millionen Euro.

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