Sport Stadion wird saniert – aber noch etwas später

Die Laufbahn im Epple-Stadion sieht nicht mehr allzu gut aus.  
Die Laufbahn im Epple-Stadion sieht nicht mehr allzu gut aus.   © Foto: Volkmar Könneke
Blaustein / sam 06.12.2018

Eigentlich hatte der Blausteiner Gemeinderat am Dienstag den Baubeschluss für die Sanierung des Robert-Epple-Stadions fassen wollen, um die Arbeiten anschließend auszuschreiben. Doch die Stadt hofft für die Sanierung, deren Kosten aktuell auf rund 1,3 Millionen geschätzt werden, auf einen 50-Prozent-Zuschuss aus dem „Bundesprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen“. Die Entscheidung darüber, welche Gemeinden etwas aus dem mit 100 Millionen Euro gefüllten Fördertopf bekommen, wurde allerdings in das kommende Jahr verschoben, der Etat wird verdoppelt.

Um diese Chance nicht verstreichen zu lassen, fasste der Gemeinderat am Dienstag zwar den Baubeschluss für die Sanierung (zwei Gegenstimmen), verschob die Ausschreibung der Arbeiten jedoch auf das kommende Jahr: Denn die städtische Grünflächen-Beauftragte Elke Bossert hatte zuvor erklärt, dass das potenzielle Fördergeld des Bundes nach Baubeginn nicht mehr ausbezahlt werde.

Kosten steigen um 30 Prozent

Der Termin für den eigentlichen Baubeginn sei „überhaupt nicht festgelegt“, stellte Grünen-Stadtrat Hermann Geywitz fest. Zuvor hatte Bürger-Bündnis-Blaustein-Stadtrat Martin Holzmann, der Vorstandsmitglied im SV Arnegg ist, erklärt, dass sein Verein einen Nebenplatz für den TSV Blaustein als Ausweichplatz bereithalte: „Sie können auch morgen zu uns kommen“, sagte er über den befreundeten Verein, der Hauptnutzer des städtischen Stadions im Lix-Gebiet ist.

Seit 2016 läuft die Planung für die Sanierung. Mit rund 30 Prozent Kostensteigerung rechnet das Planungsbüro schon jetzt für die Arbeiten, zu denen unter anderem ein neuer Rasen und neue Drainagen für das Spielfeld sowie eine neue Laufbahn gehören. Laut Bürgermeister Thomas Kayser könnte es auch noch mehr werden. Es stehe der Stadt frei, die Arbeiten in der Hoffnung auf niedrigere Preise nicht gleich im Frühjahr, sondern wiederum im Winter auszuschreiben.

Einig waren sich die Räte darüber, dass zur Sanierung des Stadions auch der Einbau einer Flutlichtanlage gehört. Elke Bossert trug vor, dass es 20 Prozent mehr koste, die Masten mit LEDs auszurüsten. Wegen der geringen Nutzungsdauer sei das laut Planer nicht wirtschaftlich. Geywitz, Dannwolf und Kristina Nußbaumer (Freie Wähler) pochten jedoch auf die energiesparenden LEDs. Stadtbaumeisterin Sandra Pianezzola sah die Möglichkeit, den TSV an den Mehrkosten zu beteiligen – zumal der Verein die Stromkosten trägt, wie Bürgermeister Kayser ergänzte. Er möchte prüfen lassen, wie LED-Strahler das Licht streuen und wie sie auf Insekten wirken. Die Verwaltung stimme sich mit dem TSV regelmäßig ab, der Verein werde sich auch an Bauarbeiten beteiligen, sagte Kayser: zum Beispiel für den Zugang vom Parkplatz.

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