Fasnet Stabwechsel bei den Dietenheimer Narren

Geglückte Amtsübergabe: Jürgen Peter (rechts) folgt als Präsident der Ranzenburger Narrenzunft auf Uwe Bimek.
Geglückte Amtsübergabe: Jürgen Peter (rechts) folgt als Präsident der Ranzenburger Narrenzunft auf Uwe Bimek. © Foto: Martin Dambacher
Dietenheim / Martin Dambacher 28.06.2018

Es war geplant und doch eine Überraschung: Nach 26 Jahren gibt der Präsident der Ranzenbruger Narrenzunft, Uwe Bimek, das Amt an Jürgen Peter ab. „Nach vier Jahren als zweiter Präsident und zwei mal elf Jahren als erster Präsident hatte ich anklingen lassen, mein Amt in zwei Jahren niederlegen zu wollen“, erklärt Bimek bei der Jahreshauptversammlung. So wollte er dem Verein genügend Zeit einräumen, einen Nachfolger zu finden.

Ein Schnitt und eine Chance

Dass Jürgen Peter sofort in die Bresche sprang, sei „ein Schnitt und eine Chance zugleich“. Durch das Ausscheiden des zweiten Präsidenten Gerhard Herz im vergangenen Jahr und das Ausscheiden Bimeks endet eine 25 Jahre währende, erfolgreiche Zeit . Das Vorstandsduo Bimek/Herz hat viel bewegt. Mit Vizepräsident Oliver Rapp und Jürgen Peter übernimmt nun die nächste Generation die Verantwortung für die Dietenheimer Narren.

Der neue Präsident ist kein „Greenhorn“. Bereits seit 1995 in der Narrenzunft Mitglied, war Peter – in der Stadt besser bekannt als „Jocky“ – bereits als Umzugsleiter verantwortlich für den Gaudiwurm durch Dietenheim am Fasnetssonntag. Außerdem kümmert er sich als Bauhofleiter darum, dass die Fasnetshochburg immer fein herausgeputzt ist. Daneben bringt Peter als Mitglied des Stadttheaters das Publikum seit Jahren zum Lachen. Peter kann sich als Narrenzunft-Chef auf ein kompetentes und erfahrenes Team im Hintergrund verlassen. Denn neben seinem Stellvertreter Oliver Rapp, Hofmarschallin Melanie Reuter und Kassiererin Nadine Ilg bleiben auch Michaela Schenk (Schriftführerin) und Susi Bimek (Gardeleitung) weiter im Gremium. Schenk und Bimek wurden in der Hauptversammlung turnusgemäß in ihren Ämtern bestätigt. Uwe Bimek bleibt der Narrenzunft ebenfalls erhalten: als Elferrat. Zudem soll er am 11.11. zudem zum Ehrenpräsidenten ernannt werden. Weiteren Zuwachs bekommt der Elferrat mit Prinzessin Lisa, die an der Seite von ihrem Prinzen Sebastian in der Kampagne 2017/2018 das närrische Volk von Ranzenburg durch viele tolle Veranstaltungen geführt hat.

Tausende Besucher

Nach dem Start mit dem Hofball gleich nach Dreikönig ging es in der kurzen Fasnetssaison mit Narrenbaumstellen, Kinderball, Pfarrfasnet und Griasmolle-Jubiläum Schlag auf Schlag weiter – es verging kein Wochenende ohne Fasnetstermin im Kalender. Auch der Gompige Doschdig glückte dank trockenen Wetters und zahlreichen Zuschauern mit Fasnetsausgraben und Rathaussturm. Das gilt auch für die beiden TSV-Bälle und den Rosenmontagsball. Novum in diesem Jahr war die Begleitung der Fasnetswoche durch den Ulmer Radiosender „Radio 7“, der im Vorfeld über die Geschichte und Hintergründe der Narretei in Ranzenburg berichtete. Am Fasnetssonntag, dem eigentlichen Höhepunkt der Ranzenburger Fasnet, säumten tausende Besucher trotz nicht eben optimalen Wetters die Straßen.

Auf der neu gestalteten Homepage der Ranzenburger Narrenzunft können Fasnetsfans bereits die Termine für die kommende Kampagne nachlesen. Den Auftakt bildet traditionell die Inthronisation des neuen Prinzenpaares am 11.11. Der Termin fällt auf einen Sonntag und wird deshalb als Frühschoppen in der Narrhalla über die Bühne gehen. Wer die Regentschaft als Prinzenpaar übernehmen wird, ist aktuell freilich noch nicht bekannt. Die Suche nach geeigneten Kandidaten ist eine der ersten spannenden Aufgaben für den neuen Präsidenten Jürgen Peter.

Rheinisch und schwäbisch-alemannisch

Narrenhochburg Mit einer mehr als 200 Mitglieder starken Narrenzunft, neun Maskengruppen und einer nachweislichen Fasnetstradition von 125 Jahren ist Dietenheim, das sich in der Fasnet Ranzenburg nennt, eine Narrenhochburg. Das Besondere ist die Mischung aus rheinischem Karneval und schwäbisch-alemannischer Fasnet mit Maskengruppen.

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