Sandale oder Bergschuh

Mit dem Aussteigen aus dem Dienst-Audi schlüpfte Alexander Bonde in seine braunen Leder-Bergschuhe. Seit zwei Jahren Minister für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg und als solcher eben nicht nur auf den befestigten Wegen und Plätzen der Städte unterwegs, scheint er Erfahrung in unwegsamem Gelände zu haben. Er schaffte am Mittwoch bei der Exkursion im Schonwald "Katzental" problemlos den steilen Anstieg vom Parkplatz zum "Katzentaler Fels". Von dem Minister der Grünen kann die Bundestagskandidatin der Grünen für Ulm und den Alb-Donau-Kreis, Annette Weinreich, noch was lernen. Sie trug nämlich leichte Sandalen mit hohen Sohlen und musste deswegen unten in der Ebene bleiben.

Hitze im Dorf

Freiwillig sind Bürgermeister Karl-Friedrich Häcker und die Ramminger Gemeinderäte in den Untergrund gegangen. Um der Affenhitze und der stickigen Luft im Rathaus-Saal zu entgehen, hatte Häcker die letzte Sitzung vor der Sommerpause in den kühlen "Hydranten-Keller" im Untergeschoss verlegt. Dort trifft sich ansonsten die örtliche Feuerwehr zu kameradschaftlichen Löschübungen. Auch für die Räte standen erfrischende Getränke bereit. Trotzdem musste der Bürgermeister unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" auf die hitzige Stimmung im Dorf zu sprechen kommen. In jüngster Zeit häuften sich Beschwerden über laute Musik am Abend, bis in die Nacht dauernde Privatfeten, lärmende Kinder, streitende Kleingärtner, streunende und kotende Hunde . . . "Liegt das an der heißen Witterung?", fragte Häcker in die Runde. "Oder fehlt in der Gemeinde ein professioneller Streitschlichter oder Mediator?"

Kurt, nicht Karl Ihle

Voll im Schwung beim Schreiben über den Elektro-Käfer aus Holzheim ist uns in der gestrigen Ausgabe ein Fehler unterlaufen. Der 53-Jährige, der mit seinen Söhnen Andreas und Alexander einen alten VW-Käfer zu einem modernen Elektroauto umgebaut hat, heißt Kurt Ihle - nicht Karl Ihle. Wir bitten, die Namensverwechslung in unserem Beitrag zu entschuldigen, und wünschen der Familie Ihle allzeit gute Fahrt und viel Freude mit dem E-Käfer.

Ortsmitte, sei gelobt

Die Begeisterung über die neue Ortsmitte in Ringingen hält schon länger an. Nun ist das Gemeindezentrum auch preisgekrönt, prämiiert beim Wettbewerb Baukultur Schwäbische Alb: "In beispielhafter Weise haben sich öffentliche, private und kirchliche Nutzer zusammengetan, um eine neue Ortsmitte zu realisieren." Regierungspräsident Hermann Strampfer und Verkehrsminister Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, haben kürzlich die 36 Preisträger in Tübingen gewürdigt. Darunter Ortsvorsteher Georg Mack. Mit Mack gibt es auch ein Interview im Magazin zum Wettbewerb. Wie es zum Standort kam, wird er gefragt. Mack: "Die letzte Eigentümerin des Gasthauses Hirsch, Angela Adamo, sagte im Juni 2007 wörtlich: Georg, kauft das Hirschareal und macht neben eurer schönen Kirche etwas Gescheites für die Öffentlichkeit." Gesagt, getan. Was aus der Planungsphase er nie vergessen werde, lautet eine weitere Frage. Mack berichtet von einer intensiven Diskussion über die Entwürfe im Kirchengemeinderat. Pfarrer Dietmar Krieg sei so begeistert gewesen und habe von der "einmaligen Blickbeziehung durch den Glasgiebel zur Kirche Mariä Himmelfahrt" geschwärmt. "In seiner Euphorie ließ er sich zum ersten Mal in seiner damals 15-jährigen Amtszeit von mir zu einem Bier einladen."

Wenn Hilde klingelt

Es gibt Lieferservice für Pizza, für Molkereiprodukte, für Brötchen . . . Jetzt wird auch Politik frei Haus geliefert, und zwar in Erbach von der SPD-Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis. Am Mittwoch, 7. August, zwischen 17 und 19 Uhr klingelt die Kandidatin für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau an verschiedenen Haustüren. "Viele Menschen haben keine Möglichkeit, in mein Wahlkreisbüro zu kommen, also komme ich zu ihnen", sagt Hilde Mattheis.