SPITZEN UND NOTIZEN vom 29. August 2015

Pfarrer Jochen Boos hat bei der Segnung der Staiger Fußballer alles gegeben - aber das hat am ersten Spieltag nicht gereicht.
Pfarrer Jochen Boos hat bei der Segnung der Staiger Fußballer alles gegeben - aber das hat am ersten Spieltag nicht gereicht. © Foto: Franz Glogger
FG, TS 29.08.2015

Lieber geben

"Das ist neu, das ist neu", sang einst die Neue-Deutsche-Welle-Band Extrabreit in einem Lied, in dessen weiterem Verlauf - "hurra, hurra" - die Schule brannte. Neu war auch für die Fußballer des Sportclubs Staig am vergangenen Sonntag die Segnung durch den katholischen Pfarrer Jochen Boos vor den ersten Heimspielen der Saison. Boos, früher selbst Landesliga-Spieler bei der Sportgemeinde Baienfurt, hatte die segensreiche Idee aus dem katholischen Oberschwaben mitgebracht. Immerhin hielt sich die SGB 15 Jahre in der damaligen II. Amateur- und in der Landesliga. Zudem folgte Boos mit dem Gang auf den Sportplatz der Losung der Diözese Rottenburg-Stuttgart "Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten", mit der bis 2020 eine ortsbezogene Kirchenentwicklung erreicht werden soll. Nach der neuen Segenserfahrung für die Spieler brannte in Staig zwar nicht die Schule, aber es loderte vor den Toren beider SC-Teams. Die Kreisliga-A-Mannschaft veror gegen den SV Balzheim 0:4, das 2:4 der Bezirksliga-Kicker gegen den TSV Neu-Ulm war nicht viel besser. Nun soll der geistliche Segen ja nicht Ehrgeiz und Gewinnstreben stärken, sondern das Gute im Menschen. Weil: Geben ist seliger denn nehmen.

Schöner strampeln

Vier von fünf Sternen - das ist nicht schlecht. Mit dieser starken Note hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) den Albtäler Radweg zum zweiten Mal bedacht. Die Auszeichnung für die mehr als 180 Kilometer lange Rundstrecke hat kein geringererer Radler als Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen überreicht. Für den Alb-Donau-Kreis nahm Wirtschaftsbeauftragter Hanns Ulrich Zander die Urkunde entgegen. Der Albtäler Radweg führt durch die Landkreise Alb-Donau, Heidenheim und Göppingen, und dort durch Lone-, Donau,- Brenz-, Eselsburger-, Roggen-, Eyb-, Fils- und Hasental. Um von Tal zu Tal zu geangen, sind allerdings ordentlich Höhenmeter zu bewältigen, knapp 1200 an der Zahl. Im Alb-Donau-Kreis verläuft der Weg von Westerheim über Laichingen und Amstetten ins Lonetal, ins Langenauer Ried, wieder ins Lonetal und vorbei an Bocksteinhöhle, Hohlenstein und Vogelherdhöhle. Für seine Sterne-Wertung zieht der ADFC folgende Kriterien heran: Befahrbarkeit, Oberfläche, Wegweisung, Routenführung, Verkehrsbelastung, touristische Infrastruktur, Marketing und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Der Albtäler schneidet besonders gut ab bei Routenführung ("abwechslungsreich") und Verkehrsbelastung ("weitgehend autofrei").