Konzert Sphärenklänge und Venus-Jubiläum

Ralph Gaukel und Andreas Deusch spielten Obertonmusik im Hohlen Felsen.
Ralph Gaukel und Andreas Deusch spielten Obertonmusik im Hohlen Felsen. © Foto: Foto. Christian Kirsch
Schelklingen / Christina Kirsch 10.09.2018

Es tropft von der Decke und der Boden ist feucht und rutschig. Höhlenbesucher wissen das und bringen Sitzunterlagen, Klappstühle und warme Decken mit. Ordentliches Schuhwerk ist an diesem besonderen Aufführungsort ohnehin angebracht.

Wie schon im vergangenen Jahr spielten Ralph Gaukel und Andreas Deusch Obertonmusik, die den ganzen Raum mit sphärischen Klängen erfüllte. Statt nach jedem Musikstück zu applaudieren, bat Ralph Gaukel darum, sich allerhöchstens den Bauch zu reiben und murmelnde Laute des Wohlbefindens auszusenden. So hörte man neben den Instrumenten wie dem Handpan und Didgeridoo auch den verhaltenen „Gesang“ des Publikums. Die Musiker spielten auf dem unteren Podest neben den verschiedenen Didgeridoos auch eine Art Mundorgel und diverse kleinere Rhythmusinstrumente. Andreas Deuschle stimmte die Schnabelflöte Fujara an, die senkrecht gehalten wird und bei den Hirten in der Slowakei gespielt wurde.

Das Podest, auf dem die Musiker spielten, soll abgebaut werden, berichtete Reiner Blumentritt von der Museumsgesellschaft. Als Ersatz wird auf dem Platz rechts vom zentralen Weg, auf dem beim letzten Konzert die Besucher saßen, eine Naturbühne errichtet.

Gestern jährte sich der Fund der Venus, die weltweit als älteste Frauenfigur gilt. Genau vor zehn Jahren, am 9. September 2008, fanden die Ausgräber die Statue, die im urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren ihren endgültigen Standort fand. Die Museumsgesellschaft Schelklingen gedachte am Tag des offenen Denkmals des Fundes mit einem Blumenstrauß am Fundort und stündlichen Führungen  durch die Höhle.

Info Das Höhlenkonzert mit Christoph Haas unter dem Titel „Mother Earth“ findet am 22. September, 16 Uhr, statt.

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