Ulm SPD: Bahnhalt in Merklingen nicht auf Kosten der S-Bahn

Ulm / LAI 26.09.2014
Ein Gewinn für die Gemeinden auf der Laichinger, Blaubeurer und Ulmer Alb: So sieht die SPD-Fraktion im Kreistag Alb-Donau einen Bahnhalt in Merklingen. Er dürfe aber nicht auf Kosten des S-Bahn-Ausbaus gehen.

Die SPD-Fraktion im Kreistag Alb-Donau befürwortet einen Bahnhalt in Merklingen. Ein Alb-Bahnhof wäre ein Gewinn für die Gemeinden auf der Laichinger, Blaubeurer und Ulmer Alb, er dürfe aber nicht auf Kosten des S-Bahn-Ausbaus gehen, lautet das Fazit der jüngsten Fraktionssitzung. Für den Bahnhalt im Rahmen der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm spreche, dass ihn Pendler auf kurzem Weg erreichen und somit auch schnell Richtung Stuttgart oder München aufbrechen könnten. "Das Vorhaben wäre ein deutliches Zeichen zur Stärkung des nördlichen Kreisgebietes", erklärt die SPD-Fraktion.

Trotz der positiven Signale müssten noch Fragen beantwortet werden. Etwa, ob mit der Finanzierung des Bahnhalts die Regio-S-Bahn-Konzeption finanziell ins Hintertreffen gerate. Unklar sei auch, ob der Bahnhof zeitgleich mit der neuen Bahnstrecke gebaut werden muss. Möglicherweise reiche es aus, den Bahnhalt vorzubereiten und erst später umzusetzen. So könnten finanzielle Kraftakte vermieden werden, die andere Vorhaben verzögern oder zum Erliegen bringen.

Wie berichtet, ist die Landesregierung in Stuttgart bereit, den Bahnhalt finanziell zu fördern. Für Planung und Bau des Alb-Bahnhofs in Merklingen müsste die Region jedoch 14,6 Millionen Euro beisteuern. Die Folgekosten für die Region würden dazu bei rund 2,2 Millionen Euro pro Jahr liegen.