Kommunikation Sparkasse abgehängt

Die Sparkasse hat in der Not eine „Fahrkasse“ aufgestellt.
Die Sparkasse hat in der Not eine „Fahrkasse“ aufgestellt. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Laichingen / Sabine Graser-Kühnle 14.11.2018

Sieben Tage lang war die Filialdirektion Laichingen der Sparkasse Ulm offline, abgehängt von Telefon- und Datenleitung. Seit gestern um 11 Uhr funktionieren die Leitungen wieder. „Ein kurzzeitiger Ausfall der Telekommunikation, das kennt man ja schon. Aber so lange, das ist einmalig, das habe weder ich noch unsere Mitarbeiter in den Filialen je erlebt“, sagt Filialdirektor Thorsten Mangold. Grund seien Arbeiten der Telekom an einem Verteilerkasten gewesen. Mangold ist enttäuscht: „Mit dem Unternehmen zu kommunizieren, ist schwierig.“ Die Sparkasse hielt jedoch den Kundenservice komplett aufrecht. „Ich bin froh über unser funktionierendes Filialnetz“, sagt Mangold. Was von Laichingen aus mangels elektronischer Datenleitung nicht ging, wurde von den Filialen erledigt. Auch sonst hat die Bank rasch reagiert und die Bargeldversorgung mit einer „Fahrkasse“, die vor dem Gebäude der Sparkasse aufgestellt wurde, gesichert. Eine „Notbesetzung“ hielt die Schaltergeschäfte am Laufen. „Überweisungen in Papierform etwa bringen wir über unseren Kurier zum Verbuchen nach Ulm“, sagte Mangold. Er selbst arbeitete mit zwei Handys. Einige wenige Mitarbeiter wurden quasi „zwangsbeurlaubt“, andere sind in den Filialen untergekommen.

Thorsten Mangold saß wie auf Kohlen. Gestern funktionierte die Datenleitung dann endlich wieder. Die Telekom habe zunächst versucht, die Laichinger Sparkasse über UMTS wieder online zu bringen. „Aber der Teufel sitzt im Detail: Unser Server ist im Keller, dort war das Funksignal zu schwach“, berichtete der Filialdirektor.

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