Eiszeitkunst Sofort fürs Welterbe werben

ts 04.07.2017
Stadt, Alb-Donau-Kreis und Kreis Heidenheim arbeiten beim Marketing für die Fundstätten zusammen.

Spätestens am Sonntag steht fest, ob die Eiszeithöhlen des Ach- und des Lonetals in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen werden. Wenn ja, dann wollen die Stadt Ulm, der Alb-Donau-Kreis und der Kreis Heidenheim sofort eine Welterbe-Kampagne für die Region starten. Damit sei bereits eine Agentur beauftragt worden, sagte Alb-
Donau-Landrat Heiner Scheffold am Montag im Verwaltungsausschuss des Kreistags. Er habe mit dem Ulmer OB Gunther Czisch und dem Heidenheimer Landrat Thomas Reinhardt eine Drittelfinanzierung der 35.000 Euro für die Kampagne vereinbart. Erst nach der Unesco-Entscheidung im polnischen Krakau den Werbe-Auftrag zu erteilen, sei nicht sinnvoll, sagte Scheffold: „Im schlimmsten Fall sind die Plakate dann umsonst gedruckt worden.“

Bei einem positiven Votum wollen die drei Gebietskörperschaften eine gemeinsame Welterbe-Geschäftsstelle im Landratsamt an der Schillerstraße einrichten, sagte Scheffold weiter. Diese solle das Marketing für die Eiszeitkunst und die Welterbestätten sowie dessen Finanzierung professionalisieren. Der Alb-Donau-Kreis sei bereit, 50 Prozent der Personalkosten zu übernehmen, denn fünf der sechs nominierten Eiszeithöhlen befinden sich dort. Über die personelle Ausstattung einer solchen Geschäftsstelle machte Scheffold keine Angaben.