nicht versäumen. Zu sehen ist sie in den früheren Sport-Walter-Geschäftsräumen.

"und sie folgten einem Stern": Unter diesem Leitspruch steht eine große Krippenausstellung, die in Dietenheim von Sonntag an bis in den Januar hinein zu sehen ist. In dem leer stehenden Geschäftshaus in der Königstraße 64 machen seit geraumer Zeit die im Schaufenster ausgestellte Bretterkrippe und die dazu gehörenden großen Holzfiguren der Heiligen Familie, der Drei Königen und vielen Hirten auf die Ausstellung aufmerksam. Über dem Eingang weist ein Schweifstern die Besucher auf die Krippenausstellung hin.

Sowohl in den Vereinsräumen im alten Forsthaus im Söflinger Klosterhof als auch im Ausstellungsraum direkt gegenüber dem Dietenheimer Rathaus haben die Krippenfreunde in den vergangenen Wochen die Ausstellung vorbereitet. Dazu gehören auch Mitglieder aus Dietenheim, zum Beispiel die profunden Kenner der Krippenszene und geschickten Bastler Peter Seidler und Thorsten Unger. Sie stellten die Kontakte zwischen Albert Hüber vom Rathaus und der Krippenvereins-Vorsitzenden Theresia Reischl her. Hinzu kam, dass der Verein für eine so aufwendige Ausstellung Räumlichkeiten suchte, in denen man über einen längeren Zeitraum, Krippenbesichtigungen anbieten kann. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung wurde deutlich, wie viel Arbeit in der Vorbereitungszeit notwendig war.

Um die 30 Krippen geschützt präsentieren zu können, wurden Vitrinen mit einer Verglasung gebaut, Beleuchtungen eingebaut und zu jeder Krippe das passende Äußere geschaffen. Das Angebot dessen, was die Ausstellung zeigt, ist von hoher Qualität und zeugt vom Geschick und der Arbeitsfreude, die viele Hobbykünstler in ihre Werke gesteckt haben. Zu den Höhepunkten gehört eine orientalische Krippe, deren Figuren Josef Waldmann geschaffen hat. Ein Künstler, der schon mit Illertisser Kirchenkrippe auf seine Arbeit aufmerksam machte. Eine Bretterkrippe, ausgesägt aus Hand bemaltem Sperrholz, stammt von einem bekannten Mittenwalder Künstler, der schon durch seine oberbayerische Lüftlmalerei bekannt geworden ist.

Eine Block-Krippe, aus einem Kirschbaumstamm geschnitzt, gehört ebenso zu den Raritäten wie eine Kasten-Krippe, die von Kurt Vogel in ein Holzschränkchen eingebaut wurde. Der Künstler, der sowohl schnitzt als auch die Krippen selbst baut, kann in seiner Wohnung in Illerberg-Tal ein kleines Museum sein Eigen nennen.

Eine orientalische Ruine, die Vogel für den Krippenverein geschaffen hat gehört ebenso zu den Prachtexemplaren, wie die Heimatliche Krippe, die Adolf Wengenmann geschaffen hat. Der gelernte Gipser hat an der Krippenbauschule in Garmisch-Partenkirchen Kurse belegt und widmet sich jetzt ganz seinem Hobby.

Für Aufsehen sorgen auch verschiedene Exemplare so genannter "Schnee-Krippen". Inmitten dieser Exemplare besticht ein Kunstwerk, das von Kurt Vogel in ein altes Mostfass eingebaut wurde. Auffallend sind dabei die vielen, in Filigranarbeit geschaffenen Figuren und Gegenstände. Die Krippenbauer haben enorme Arbeit und viel Zeit dafür aufgewendet haben, den Besuchern die Darstellung der Ereignisse um die Geburt Jesu, in einer räumlich gestalteten Szenerie, gerade jetzt zur Weihnachtszeit zu präsentieren. In Dietenheim wurde mit den zentral gelegenen Ausstellungsräumen zwischen Martinuskirche und dem Rathaus ein idealer Standort gefunden. Viele Besucher des Weihnachtsmarkts dürften einen Abstecher dorthin machen.

Werbung in eigener Sache macht die Vereinsvorsitzende. Theresia Reischl weist auf die vielfältigen Möglichkeiten hin, die der Krippenverein bietet. "Die Krippen laden ein, sich dem freudevollen Geheimnis der Weihnacht zu öffnen und wenn möglich, selber Krippen zu baue."

Info Die Ausstellung dauert vom 2. Dezember bis zum 27. Januar. Sie ist - ausgenommen 23. Dezember bis 31. Dezember - samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Besuchergruppen wenden sich für eine Führung an Theresia Reischl, Tel: (07348)221 41 E-Mail: th.reischl@t-online.de