Urlaubsmesse So präsentiert sich die Region auf der CMT

Stuttgart / Bianca Frieß 12.01.2018
Am Samstag startet die Urlaubsmesse CMT in Stuttgart. Die Region Ulm zieht eine positive Tourismus-Bilanz – und will vor allem mit dem Thema Eiszeitkunst punkten.

Ganz im Zeichen von Eiszeitkunst und Welterbe-Höhlen präsentiert sich die Region in diesem Jahr auf der Urlaubsmesse CMT, die am Samstag in Stuttgart beginnt. „Das Thema schwingt immer mit“, sagt Julia Metzmann, Pressesprecherin des Tourismusverbands Schwäbische Alb, an dessen Gemeinschaftsstand sich auch der Alb-Donau-Kreis und die Städte Ulm und Neu-Ulm vorstellen. Wer die Halle betritt, wird gleich von einem Banner begrüßt: „Komm’ und entdecke das Land des Löwenmenschen“, ist darauf zu lesen – wie auch schon in den Jahren zuvor.

Neu ist dagegen eine Ruhezone für die Gäste, die so genannte Albzeitpause. „Das passt zu uns“, erzählt Metzmann: „Die Alb ist ja auch ein Platz zum Verschnaufen.“ Im Laufe der Messe-Woche gibt es außerdem Aktionen am Stand, „damit die Besucher mit anpacken können.“ Ein Archäologe zeigt etwa, wie die Menschen in der Steinzeit Figuren aus Mammutelfenbein geschnitzt haben.

Der Alb-Donau-Kreis ist froh über die Kooperation mit dem Tourismusverband auf der CMT. „So wird die Schwäbische Alb als große Destination wahrgenommen, und trotzdem können wir uns mit unseren Eigenarten präsentieren“, sagt Landrat Heiner Scheffold. Er zieht eine positive Bilanz, was den Tourismus im Kreis angeht. Man rechne für 2017 mit rund 535.000 Übernachtungen und damit einem Prozent mehr als 2016 – wobei in dieser Statistik nur die Betriebe mit mindestens zehn Betten erfasst sind.

Die Anerkennung zum Unesco-Welterbe sei ein „großartiger Erfolg“, sagt Scheffold – er bringe zugleich aber viele Herausforderungen für dieses Jahr mit sich.  „Wir müssen in einem Master-Plan auflisten, welche Dinge wir nun tun müssen.“ Denn erst wenn ein genaues Konzept erstellt ist, können Fördermittel vom Land fließen. Zu den ersten Vorhaben gehöre, eine passende Beschilderung schon ab der Autobahn aufzubauen. Das Welterbe-Thema prägt auch das Tourismus-Leitbild des Landkreises, das in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll. „Wir müssen unsere Alleinstellungsmerkmale herausstellen“, sagt Scheffold: „Wir sind die Wiege der Kunst und Musik, bei uns gibt es Höhlen, Felsen und blaue Quellen.“

Auf der CMT präsentiert sich der Alb-Donau-Kreis mit einer Reihe neuer Broschüren. Neben dem Heft „Höhlenreich“ wurde „Landgenuss“ neu gedruckt. „Hier stellen wir die Themen Kulinarik und Genuss in den Mittelpunkt, denn Wanderer möchten ja auch irgendwo einkehren“, sagt Roswitha Guggemos, die für Tourismusmarketing zuständig ist. Neu konzeptioniert wurde auch die Fahrradtouren-Broschüre, die nun E-Bike-Touren und Ladestationen beinhaltet.

Auch die Städte Ulm und Neu-Ulm haben auf der Messe einen eigenen kleinen Stand innerhalb des Schwäbischen-Alb-Verbands. „Wir präsentieren alles, was in diesem Jahr akut ist“, sagt Dirk Homburg, Kommunikationsleiter der Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH. Dazu gehören das Donaufest und der Landesposaunentag. „Und auch mit dem Löwenmenschen werden wir spielen.“

Die Doppelstadt kann auf ein gutes Tourismus-Jahr zurückblicken. Genaue Zahlen zu den Übernachtungen gibt es erst in einigen Wochen, die Prognose sei aber positiv, erklärt Homburg. Man rechne mit einem Plus von drei bis vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2016 brachten es 495.000 Gäste auf 809.000 Übernachtungen – auch hier sind nur Betriebe eingerechnet, die über mehr als zehn Betten verfügen.

Ein kleines Jubiläum feiert der Kreis Neu-Ulm: Er präsentiert sich heuer zum zehnten Mal auf der CMT. War der Landkreis früher auch unter dem Dach der Schwäbischen Alb vertreten, wirbt er nun zusammen mit dem Kloster Roggenburg als Bayerisch-Schwaben-Region. „Uns macht die Vielfalt aus“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger: Dazu gehören etwa die mittlerweile gut ausgeschilderten Radwege und viele Baggerseen.

Neues Tourismus-Journal

Dargestellt wird das in dem neuen Journal „Kulttourland“, das auf der CMT zum erste Mal verteilt wird. Farblich klar gegliedert, sind hier Highlights zu den Themen Bewegung, Natur, Kultur, Kirchen und Region zu finden – zum Beispiel das Bienenmuseum in Illertissen und der Waldseilgarten in Wallenhausen. „Unsere Leitidee dahinter lautet ‚einfach schön’“, sagt Freudenberger: „Das passt zu unserem Landkreis.“

Und es spiegelt sich in den Übernachtungszahlen wider, die schon seit Jahren stetig steigen. Von Mai bis Oktober 2017 haben rund 270.000 Gäste im Kreis Neu-Ulm übernachtet (in Betrieben mit mehr als zehn Betten) – das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu gehören Kurz-Urlauber, aber auch Menschen, die auf der Durchreise einen Zwischenstopp einlegen. Schließlich liege man an einem Verkehrsknotenpunkt, sagt Freudenberger: „Auch wenn man uns nicht direkt kennt – man fährt immer bei uns vorbei.“

Schwäbische Alb in Halle sechs

Öffnungszeiten Die Stuttgarter Urlaubsmesse CMT hat vom 13. bis 21. Januar geöffnet, und zwar täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet im Online-Verkauf 13 Euro (ermäßigt 11 Euro), vor Ort 15 Euro (ermäßigt 12 Euro). Es gibt auch Angebote wie Familienkarten und Zweitages-Karten, alle Preise findet man online unter messe-stuttgart.de/cmt

Stände Der Tourismusverband Schwäbische Alb ist in Halle sechs zu finden. Unter seinem Dach stellen hier auch die Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH und der Alb-Donau-Kreis aus, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Blaubeuren, Blaustein, Ehingen, Laichingen, Langenau, Munderkingen, Schelklingen und Westerheim. Der Landkreis Neu-Ulm hat seinen Stand in Halle acht.

Abkürzung Übrigens: Die Abkürzung CMT steht für Caravan, Motor und Touristik.

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