Verkehr Sirnitzer Weg wird vorerst nicht Spielstraße

Der Sirnitzer Weg in Albeck wird vorerst nicht als Spielstraße ausgewiesen, befand der Ort­schaftsrat.
Der Sirnitzer Weg in Albeck wird vorerst nicht als Spielstraße ausgewiesen, befand der Ort­schaftsrat. © Foto: Kurt Fahrner
Albeck / Kurt Fahrner 06.12.2018

Den von einer Interessengemeinschaft (IG) eingebrachten und mit einer Unterschriftenaktion unterlegten Bürgerantrag, den Sirnitzer Weg im Albecker Neubaugebiet „Hasenbergle“ als Spielstraße auszuweisen, hat der Ortschaftsrat am Montagabend bei einer Stimmenthaltung zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgelehnt.

Mit Verkehrszählungen, Geschwindigkeitsmessungen und einer behördlichen Begutachtung soll jetzt geprüft werden, ob der betreffende Weg die Kriterien für eine Spielstraße erfüllt und die dafür notwendigen Ausgaben für bauliche Maßnahmen dort rechtfertigt, wurde weiter beschlossen.

In Langenau und seinen Stadtteilen sind Wohnstraßen ohne Gehweg wie der Sirnitzer Weg häufig auf Tempo 30 beschränkt. Auf Initiative des Albeckers Stefan Schmidt hat sich unlängst eine Interessengemeinschaft aus Bürgern gebildet mit dem Ziel, verschiedene solcher Straßen im Langenauer Stadtgebiet verkehrsberuhigt als Spielstraßen auszuweisen.

Die dazu erforderlichen Anordnungen der Unteren Verkehrsbehörde hätten eine noch deutlichere Tempo-Reduzierung – in Spielstraßen gilt nach Straßenverkehrsordnung Schrittgeschwindigkeit – zur Folge und damit im Umkehrschluss gesteigerten Schutz für Fußgänger und Kinder dort, argumentiert die Interessengemeinschaft. Sie stellte Antrag, in Hörvelsingen die Straße „Im Dorf“, in Langenau den Falkenweg, die Nelkenstraße, die Rosenstraße und die Bereiche „Obere Mühle“ und „Bei der Hutlade“ zu Spielstraßen zu machen – wie in Albeck den Sirnitzer Weg. Der Ortsvorsteher Walter Wiedenmann legte zunächst eine Korrektur der zum Antrag beigelegten Unterschriftenliste vor, dann eine Aufstellung der betroffenen Anlieger und schließlich das Ergebnis einer von der Ortsverwaltung durchgeführten Befragung der 17 anliegenden Grundstückseigner mit neun Rückmeldungen. Acht von diesen hätten sich für eine Spielstraße ausgesprochen.

Geänderte Vorfahrt

Zudem erläuterte Wiedenmann die rechtlichen Vorgaben für eine solche Ausweisung und war sich mit den Räten einig, dass damit mehr Verkehrssicherheit zu ermöglichen sei. Dem gegenüber stellte der Ortsvorsteher aber auch eine Reihe von Bedenken: Parken sei dann nur noch auf vorgegebenen Stellplätzen möglich, bauliche Maßnahmen seien im Sirnitzer Weg notwendig. Bedacht werden müsse außerdem die geänderte Vorfahrtsregelung bei der Ausfahrt von Spielstraßen und auf die Zukunft ausgerichtet die Parksituation im Sirnitzer Weg, die sich negativ auf umliegende Straßen verlagern würde.

In der Diskussion der Räte wurde klar, dass das Verkehrsaufkommen im Sirnitzer Weg sich weitgehend auf Anlieger und Andiener beschränke, in der abknickenden Straße die vorgegebenen 30 Stundenkilometer kaum überschritten werden können und der gegenwärtige Durchgangsverkehr verschwinde, sobald das Baugebiet „Rücken“ an das „Hasenbergle“ angeschlossen sei. „Mit dem gefassten Beschluss halten wir alle Optionen offen“, sagte Ortsvorsteher Walter Wiedenmann.

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