Soziales Silberhochzeit der Seniorenwohnanlage

Sie feiern 25 Jahre Seniorenwohnanlage: Verwaltungsleiterin Andrea Moll-Hascher, Stadtkämmerer Thomas Eppler, die Bewohnerin der ersten Stunde Erika Schwarze, Fritz Bleher und Luise Mahler sowie Bürgermeister Klaus Kaufmann.
Sie feiern 25 Jahre Seniorenwohnanlage: Verwaltungsleiterin Andrea Moll-Hascher, Stadtkämmerer Thomas Eppler, die Bewohnerin der ersten Stunde Erika Schwarze, Fritz Bleher und Luise Mahler sowie Bürgermeister Klaus Kaufmann. © Foto: kir
Laichingen / Von Christina Kirsch 24.07.2018

Was wir heute feiern, wäre im Leben von Menschen eine Silberhochzeit“, meinte Bürgermeister Klaus Kaufmann in seiner Ansprache zum 25-jährigen Bestehen der Laichinger Seniorenwohnanlage. Die Anlage mit ihren 48 Wohnungen verfolgte von Anfang an das Konzept des betreuten Wohnen und sei eine wichtige Einrichtung der städtischen Infrastruktur, meinte das Stadtoberhaupt. Der Spatenstich erfolgte im Juli 1991, und nach 22 Monaten Bauzeit konnte der Komplex zwischen der Feldstetter Straße und der Uhlandstraße eingeweiht werden.

Man habe sich schon damals gegen ein klassisches Altenheim entschieden, weil man den Bewohnern ein möglichst unabhängiges Wohnen ermöglichen wollte, meinte Kaufmann. In der Seniorenwohnanlage befinden sich 13 Wohnungen in städtischer Hand. Die anderen Wohnungen sind Eigentumswohnungen. Verwaltungsleiterin Andrea Moll-Hascher hat stets rund 30 Interessenten auf der Warteliste für eine Wohnung.

Einzug in Baustelle

Eine der ersten Bewohnerinnen, die in die noch nicht ganz fertige Anlage einzog, ist Erika Schwarze. Die 87-Jährige stand damals „mit Sack und Pack“, wie sie selber sagte, auf der Baustelle. Seit 1997 bewohnt Fritz Bleher ein Zimmer, und seit 1994 gehört Luise Mahler zu den Bewohnern. Alle drei langjährigen Bewohner erhielten für ihre Treue kleine Präsente wie eine Tasse mit einem Foto von ihnen selber. „Da kann ich ja mir selber zuprosten“, meinte Luise Mahler scherzhaft.

Verwaltungsleiterin Andrea Moll-Hascher berichtete von den Veränderungen der letzten Jahre. Im Jahr 2008 wechselte die Seniorenwohnanlage von einer GmbH zu einem Eigenbetrieb der Stadt, womit sich auch die Geschäfts- und Betriebsleitung änderte. Die Diakoniestation zog aus, der Ortskrankenpflegeverein zog ein. Ein steter Wechsel vollziehe sich auch bei den Bewohnern. Eine Frau, die einst in der Anlage arbeitete, wohnt nun darin. Eine andere Bewohnerin zog erst aus, wohnte ein paar Jahre in Berlin und kam dann wieder zurück in die Seniorenwohnanlage. Allgemein lasse sich feststellen, dass der Altersdurchschnitt nach oben wandere, meinte Andrea Moll-Hascher, die am Ende ihrer Ansprache noch einen Haussegen aussprach.

Nach 25 Jahren zeigen sich nicht nur an Menschen, sondern auch an Gebäude gewisse Spuren des Alters. Darauf ging der Stadtkämmerer und Betriebsleiter Thomas Eppler ein. Derzeit stünden größere Investitionen wie die Erneuerung der Heizung und das Thema Brandschutz an. Beim Brandschutz müsse entweder die Anlage erneuert oder es müssten Feuertreppen installiert werden. Auf die Bewohner kämen daher Kosten zu. Die Feierstunde wurde von Schülern und Lehrern der Jugendmusikschule Laichingen-Blaubeuren-Schelklingen umrahmt, und vor allem der junge Sänger Silas Unmuth verzauberte die Gäste mit melancholischen Songs wie „Ist da jemand?“ von Adel Tavil.

Am Nachmittag hatten die Gäste bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit, die Wohnanlage zu besichtigen und auch einige der regelmäßig angebotenen Aktivitäten wie die Sitztanzgruppe oder Veeh-Harfen-Spieler kennenzulernen.

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