Landwirtschaft Sepp und Jette geben das Tempo vor

Die beiden Kaltblüter Sepp und Jette pflügen gemächlichen Schritts Erde um.
Die beiden Kaltblüter Sepp und Jette pflügen gemächlichen Schritts Erde um. © Foto: Franz Glogger
Unterkirchberg / Franz Glogger 10.09.2018

Feldbestellung früher und heute hat die „Interessengemeinschaft Heimat und Geschichte Unterkirchberg“ (IG) am Sonntag bei ihrer ersten Sichelhenke vorgeführt. Einige hundert Zuschauer fanden sich „Auf den Buchäckern“ ein und gingen mit auf die Zeitreise. Zuerst zeigte die Kaltblüter Sepp und Jette, was in ihren acht Beinen steckt. In einem aus heutiger Sicht gemächlichem Tempo wurden einige Streifen umgepflügt. Parallel dazu ließ es Kuh „Lies“ noch ruhiger angehen. Nacheinander kamen alte Traktoren wie ein Eicher und der Ferguson von Wilhelm Ritzler zum Einsatz. Anschließend wurde der Acker geeggt und mit Weizen eingesät. „Kerzengerade“, lobte der frühere Leiter des Landwirtschaftsamts Josef Kaifler als Moderator die Furchen. Allerdings habe es beim Herstellen des Saatguts mit den alten Geräten auch etlichen Verlust durch nicht aufkeimendes Saatgut gegeben. Wie das heute funktioniert, zeigten zwei augenscheinlich haushohe Traktoren. Sie sorgen nicht nur für ein feinkrümliges Erdreich, sondern bestellen an einem Arbeitstag gut zehn Hektar, erklärte Kaifler. Mit Tieren waren höchsten 60 Ar zu schaffen, etwas mehr als ein halber Hektar.

Gestern war Höchstleistung allerdings nicht gefragt. Es ging darum, zu zeigen, wie mühsam es früher  war, Lebensmittel herzustellen, sagte Richard Scharpf vom Organisationsteam. „Es war ein super Wetter und eine super besuchte Veranstaltung. Wir sind sehr zufrieden“, sagte IG-Mitbegründer Karl Schlegel.

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