Gebäude Schwerer Wasserschaden in der Bühl-Turnhalle

Wasser-Einsatz der Dornstadter Feuerwehr in der Bühl-Turnhalle. An der Oberfläche ist der Hallenboden inzwischen zwar wieder trocken, aber die Nässe steckt im Unterbau.
Wasser-Einsatz der Dornstadter Feuerwehr in der Bühl-Turnhalle. An der Oberfläche ist der Hallenboden inzwischen zwar wieder trocken, aber die Nässe steckt im Unterbau. © Foto: Thomas Heckmann
Dornstadt / Thomas Steibadler 07.06.2018
Der Gewitterregen vom Mittwochabend hat Folgen für die Gemeinde Dornstadt: Ein neuer Hallenboden kostet wohl 200.000 Euro.

Zum ersten Mal musste die Dornstadter Feuerwehr kurz nach 21 Uhr ausrücken. Ein Keller war vollgelaufen. Innerhalb der nächsten Stunden folgten am Mittwochabend etwa 30 weitere Einsätze. Insgesamt 80 Helfer von allen Teilortwehren waren schließlich damit beschäftigt, der Wassermassen einigermaßen Herr zu werden. Ein Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm hatte sich über Dornstadt entladen. Andere Orte waren nicht oder kaum betroffen. Die Leitstelle bei der Feuerwehr in Ulm verzeichnete lediglich noch einzelne Einsätze in Beimerstetten, Holzkirch und Suppingen. „Aber nichts Dramatisches“, sagte ein Leitstellen-Mitarbeiter am Donnerstag.

Umso folgenreicher war das Gewitter für die Gemeinde Dornstadt selbst: Am Mittwochabend stand auch die Bühl-Turnhalle, Bestandteil des Kultur- und Sporttreffs, unter Wasser. Dieses war wohl durch einen Licht- und Luftschacht an der Nordseite des Gebäudes eingedrungen, sagte Bürgermeister Rainer Braig am Donnerstag. Nach Auskunft des Hausmeisters müsse der Schacht immer geöffnet sein, um für Luftzufuhr im Batterieraum zu sorgen. Regen- oder Schwelzwasser sei dort bisher nicht eingedrungen – „jetzt zum ersten Mal“.

Als die Feuerwehrleute am Donnerstag gegen 1.30 Uhr ihre Gerätschaften zusammenpackten, hatten sie zahlreiche Keller leergepumpt, herabgestürzte Dachziegel sowie geknickte Bäume und Äste beseitigt. Im Teilort Tomerdingen war ein Wohnhaus durch Blitzschlag beschädigt worden, glücklicherweise brach kein Brand aus. Und: Verletzt wurde in der Gewitternacht nach Auskunft von Feuerwehrkommandant Lang niemand.

Etwa zehn seiner Leute waren damit beschäftigt gewesen, das Wasser in der Bühl-Turnhalle zu beseitigen, das einige Zentimeter hoch auf dem Spielfeld gestanden hatte. Am Donnerstag zeichnete sich das Ausmaß des Sachschadens ab. Ein Vertreter einer Fachfirma und Mitarbeiter des Bauamts der Gemeinde waren vor Ort, und was sie dem Bürgermeister berichteten, war nicht sehr erfreulich. „Der ganze Unterbau ist nass, der Boden muss raus“, sagte Braig. Die voraussichtlichen Kosten: 200.000 Euro.

So bald wie möglich reparieren

„Wir haben natürlich eine Versicherung“, sagte der Bürgermeister. Mit dieser sollten nun so rasch wie möglich die Formalitäten geklärt werden. Dann könnten die Reparaturarbeiten vielleicht noch während der Sommerferien ausgeführt oder zumindest begonnen werden. Schließlich werde die Halle mehrere Wochen lang nicht zur Verfügung stehen, meint Braig. Über mögliche kurzfristige Auswirkungen des Wasserschadens auf den Schul- und Vereinssport werde in den nächsten Tagen beraten.

Wenigstens hat das Wasser wohl keine gravierenden Schäden an der Hallentechnik angerichtet. Im Heizungskeller seien Trocknungsgeräte im Einsatz, „das ist unproblematisch“, sagte Braig. Der Bürgersaal, in dem regelmäßig Veranstaltungen der Gemeinde und von Vereinen sowie private Feiern stattfinden, habe das heftige Gewitter unbeschadet überstanden. „Das Dach ist dicht.“

Die Beimerstetter Wehr rückte am Mittwoch gegen 21.15 Uhr aus. Zwei geknickte Bäume drohten auf die Landesstraße 1239 nach Dornstadt zu stürzen und wurden gefällt.

In Holzkirch mussten die Feuerwehrleute drei vollgelaufene Keller auspumpen. „Da sind wir noch glimpflich davongekommen“, stellte der stellvertretende Kommandant Philipp Gnann fest.

Dachstuhlbrand und Aquaplaning-Unfälle

Nachbarschaft Im Landkreis Neu-Ulm gab es am Mittwochabend nach Angaben der Integrierten Leitstelle keine wetterbedingten Feuerwehreinsätze. In Günzburg musste die Wehr nach einem Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand löschen. Bei dem Feuer wurde ein Bewohner verletzt. Auf der A 8 bei Leipheim ereigneten sich zwischen 21.30 und 22.45 Uhr drei Aquaplaning-Unfälle. Ursache war laut Polizei jeweils nicht angepasste Geschwindigkeit. Zwei Autofahrer, 54 und 40 Jahre alt, wurden leicht verletzt. Die Sachschäden summieren sich auf etwa 35 000 Euro. In Richtung Stuttgart kam es wegen der Aufräumarbeiten bis gegen 0.20 Uhr zu Verkehrsbehinderungen.

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