Moment mal Schwätz mit Schafen: Der Wanderschäfer-Podcast

Region / Samira Eisele 25.07.2018
„Servus, Hallo – määh.“ So beginnt er, der Podcast mitten aus der Schafherde.

Die ersten beiden Worte und viele weitere in der 15-minütigen Pilotfolge spricht Wanderschäfers Sven de Vries, dem einen oder anderen bereits bekannt aus Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und dem Internet. Eigentlich ist der Schäfer voll ausgelastet mit seinem Job.

Warum er trotzdem einen „Schwätz der Woche“ – so der Name des Podcasts – starten möchte, das erklärt der gebürtige Hannoveraner so: Auf Twitter fehle der „tiefergehende Einblick“ in seinen Alltag, die Produktion von Videos ist aufwendig. Im Podcast könne er einfach und vielleicht „ein bisschen belanglos“ plaudern – was den Vorteil habe, dass Follower nicht „zu hundert Prozent konzentriert“ auf ein Video starren müssten, um sich dabei einen „etwas schlaksigen Schäfer“ anzugucken.

Den Podcast in voller Länge gibt es hier: https://podcast.svries.de/

Um was geht es dabei?

Die Frage – „warum Pod“? – ist also erklärt, der Cast steht eh: Hirte, Herde, Hund. Es blökt, es klingelt (die mitwandernden Ziegen tragen Glöckchen), und zwischendurch ruft der Schäfer seinem Hund zu: „Bebi! Nein!“ oder „Bebi! Komm da raus!“ Das mit der „Atmo“ – so heißen Hintergrundgeräusche im Hörfunk-Jargon – klappt also ebenfalls.

Und der Inhalt? Anekdoten, Geschichten aus dem Alltag, schöne wie traurige, sollen es sein, die Schäferei und die Politik drumherum. Und im Mittelpunkt: Das Schaf, dieses „tolle Tier“, über das es laut Sven de Vries viel zu erzählen gibt.

In der zweiten Folge, die er am Mittwoch veröffentlichen möchte, soll es um ein ganz besonderes Schaf gehen, erzählt der Schäfer am Telefon: Um Leitschaf Erika, die schon vor dem Stuttgarter Landtag stand, als Sven de Vries dort Unterschriften überreichte. Leider nicht zu sehen und auch kein Thema in der vorproduzierten Folge: Das Lämmchen, das Erika vor wenigen Tagen auf die Welt gebracht hat. Doch das Internet schafft Abhilfe. Schließlich können Schafe nicht nur schwätzen, sondern längst auch zwitschern.

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