Nahverkehr Schrittweise zur regionalen S-Bahn

Ulm / swp 06.11.2018

Auf der Südbahn Ulm–Friedrichshafen und weiter bis Lindau sollen in gut drei Jahren die Dieselloks von elektrischen abgelöst werden. Wiederum ein Jahr später soll die ICE-Neubaustrecke über die Alb in Betrieb gehen. Gute Voraussetzungen für ein besseres Nahverkehrsangebot, meint das Verkehrsministerium in Stuttgart. Wann allerdings das S-Bahn-Konzept auf der Strecke Ulm–Biberach–Ummendorf umgesetzt werden kann, lasse sich noch nicht sagen. Zunächst müsse die Konzeption der Regio-S-Bahn einer standardisierten Bewertung unterzogen werden, um die Wirtschaftlichkeit und damit die Förderungswürdigkeit zu überprüfen. Der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller bereite die standardisierte Bewertung gerade vor. Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Rivoir (SPD) aus Ulm hervor. Dem S-Bahn-Konzept zufolge sollen zwischen Ulm und Ummendorf (Kreis Biberach) zwei Linien jeweils im Stundentakt fahren – wobei eine Linie den Stadtbahnhof in Laupheim anfährt. Auf diese Weise wären das Industriegebiet Donautal und Erbach ebenso wie Laupheim-West im 30-Minuten-Takt mit Ulm verbunden. Das Ministerium geht ferner davon aus, dass die S-Bahn eines Tages bis Aulendorf (Kreis Ravensburg) fahren wird. Die Verlängerung einer Linie ab Ummendorf scheine betrieblich machbar. Allerdings müsse in Ummendorf noch eine Bahn-Haltestelle gebaut werden.

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