Ulm. Die Elektrifizierung der Südbahn ist gesichert. Diese Ansicht vertritt der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff aus Ravensburg in einer Pressemitteilung. Schockenhoff bezieht sich auf ein Gespräch mit Enak Ferlemann (CDU), dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Ferlemann habe bekräftigt, der Bund stehe "ohne Wenn und Aber" dazu, 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten zu übernehmen. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg werde unterzeichnet, sobald die Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind. Die Elektrifizierung der Südbahn Ulm-Friedrichshafen-Lindau wird in Abschnitten geplant, die jeweiligen Verfahren laufen. Da die Gesamtkosten erst nach Abschluss der Planfeststellung klar seien, sei es auch sinnvoll, erst dann eine Finanzierungsvereinbarung für die Gesamtstrecke abzuschließen, meint Schockenhoff. Bislang ist die Rede von 226 Millionen Euro. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis sei hervorragend, daher genieße die Südbahn "höchste Priorität" habe Ferlemann betont. Die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans im nächsten Jahr habe für das Projekt keine Bedeutung. Gegenteilige Äußerungen, zum Beispiel des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann (Grüne), sind Schockenhoff zufolge "der Versuch parteipolitisch motivierter Stimmungsmache".