Wer hat wohl das Schild entfernt? Dieser Frage dürfte die nächsten Tage behördlicherseits mit Nachdruck nachgegangen werden. War die bereits seit dem 16. März von der Bucher Mühle gesperrte Kreisstraße K 7371 noch durch ein Zusatzschild bis zum Ortseingang von Unterkirchberg und damit bis zum Weiler Mussingen freigegeben, fehlte jenes Schild seit „zwei, drei Wochen“, sagt der dort wohnhafte Bernhard Merkle.

Das damit nach der Straßenverkehrsordnung automatisch ein „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ gilt, sei kein Problem gewesen. Schließlich fühlten sich die Mussinger doch berechtigt irgendwie nach Hause zu kommen. Dieses Vorhaben erschwerten in den vergangenen Tagen jedoch Polizeistreifen erheblich. Denn sie verteilten Knöllchen zu je 50 Euro, berichtete nun der auf 180 gebrachte Anwohner Merkle. Schließlich muss man ja irgendwie heimkommen, da die Zufahrt von Unterkirchberg her generell verboten ist.

Keiner ist schuld

Das Polizeipräsidium Ulm bestätigte die Aktion. Sie sei erfolgt, da Beschwerden der gesperrten Unterkirchberger Wohngebiete vorlägen. Zudem sei für die „verkehrsrechtliche Anordnung“ die Beschilderung das Landratsamt zuständig. Der Anruf dort ergab, dass die Zufahrt bis Unterkirchberg erlaubt sein müsse. Andernfalls läge eine falsche Beschilderung vor. Und die wurde umgehend auf Bitten der Kreisbehörde durch die Baufirma in Ordnung gebracht, berichtete Merkle – zwar vorerst provisorisch durch ein DIN-A 4 Blatt. „Aber uns ist jetzt erstmal geholfen“, sagt Merkle wieder beruhigt.