Scharenstetten Scharenstetten: Erdgas-Verdichterstation wird ausgebaut

Der Ausbau der Erdgas-Verdichterstation bei Scharenstetten läuft. Kürzlich sind die Teile für den neuen, den vierten Kamin angeliefert worden.Foto: Terranets
Der Ausbau der Erdgas-Verdichterstation bei Scharenstetten läuft. Kürzlich sind die Teile für den neuen, den vierten Kamin angeliefert worden.Foto: Terranets © Foto: Terranets Foto: Terranets
THOMAS STEIBADLER 20.07.2016
Terranets BW baut die Erdgas-Verdichterstation bei Scharenstetten aus. Eine 25-Millionen-Euro-Investition.

Der Sommer ist die richtige Zeit, um sich für den nächsten Winter vorzubereiten. Das Unternehmen Terranets BW, das in Baden-Württemberg ein etwa 2000 Kilometer langes Netz von Erdgas-Fernleitungen betreibt, handelt nach dieser Devise und erhöht jetzt die Leistung der Verdichterstation bei Scharenstetten. In der Hochsaison, also im Winter, werden dort bislang pro Stunde bis zu 350 000 Kubikmeter Erdgas für den Weitertransport verdichtet. Bis zum Beginn der nächsten Heizperiode soll die Kapazität auf 500 000 Kubikmeter pro Stunde erhöht werden. Das zum ENBW-Konzern gehörende Unternehmen investiert nach Angaben einer Sprecherin etwa 25 Millionen Euro in den Ausbau.

Mit den Arbeiten wurde im Mai begonnen, zur Zeit wird an der Erweiterung des Betriebsgebäudes gebaut, so dass dort eine vierte Verdichtereinheit Platz hat. Dieser Tage sind die beiden Teile des neuen Kamins angeliefert worden, die vor dem Aufstellen verschweißt werden.

Da die Nachfrage nach Erdgas steige, nehme auch der Transportbedarf zu, erläutert die Terranets-Sprecherin. Um diesen Bedarf zu decken, werde die Leistung der Verdichterstation erhöht. So kann mehr Gas mit bis zu 80 bar Druck zum Beispiel nach Stuttgart, in den Bodenseeraum einschließlich des österreichischen Bundeslands Vorarlberg und ins Fürstentum Liechtenstein transportiert werden. Terranets betreibt noch eine eine zweite Verdichterstation, die sich in Blankenloch nördlich von Karlsruhe befindet.

Das Projekt in Scharenstetten hatte eine längere Vorlaufzeit. Bereits 2014 seien erste Gespräche mit der Gemeinde und der Genehmigungsbehörde, der Landesbergdirektion am Regierungspräsidium Freiburg, geführt worden, sagt die Sprecherin. Die Baugenehmging nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz wurde im Juni 2015 beantragt, im Herbst stellten Vertreter von Terranets das Projekt im Ortschaftsrat und im Bauausschuss des Dornstadter Gemeinderats öffentlich vor.