An einem selten gewordenen Bild erfreuten sich die Bürger von Sießen im Wald und Umgebung in den vergangenen Tagen. Schäfer Jonas Henniger aus Münsingen zog mit seiner Herde von Wiese zu Wiese. Die 500 Mutterschafe rupften das noch kurze Gras Meter für Meter ab. Auf der Schwäbischen Alb habe die Wanderschäferei eine sehr lange Tradition. „Sie prägt dort das Landschaftsbild“, erzählt Henninger. Die Wacholderheiden und die Kalkmagerrasen gebe es ohne die Tiere nicht. Mit seinen Herde, Esel Klara und den Hunden Nero und Lissy ist der Vollerwerbsschäfer seit 1. November in Oberschwaben auf „Tour“. Henninger schwärmt von vielen netten Begegnungen mit Menschen in dieser Zeit.