Gebäude Sanierung in der sanierten Auhalle

Berghülen / Sabine Graser-Kühnle 07.12.2017
Die Auhalle in Berghülen wurde mit großem Aufwand saniert, doch jetzt stehen noch weitere Arbeiten an.

Knapp 730.000 Euro hat die mittlerweile abgeschlossene Sanierung der Auhalle in Berghülen gekostet. Nun wird’s noch teurer. Während bei der Sanierung Technik, Elektrik, Sanitärräume, Wasserleitungen, Brandmeldeanlage und Fundamente im Fokus gestanden hatten, blieben die wohl über 40 Jahre alten Heizungsrohre sowie die Lüftungsanlage, die Mitte der 1990er Jahre eingebaut wurde, unangetastet. Das rächt sich nun. Bürgermeister Bernd Mangold hat dem Gemeinderat am Dienstagabend von einer Eilentscheidung berichtet: Für 22.000 Euro brutto habe er eine neue Steuerungstechnik für die Lüftung in Auftrag geben müssen. Bis zu deren Einbau kann die Anlage nicht  mehr reguliert werden, erklärte Kämmerer Joachim Tomann. Damit bleibe es kühl in der Halle, sagte er, was Walter Nessyt zur Bemerkung veranlasste: „Dann muss man den Leuten eben raten, lange Unterhosen anzuziehen.“

Leck in der Heizung gefunden

Auch das Leck in der Heizungsanlage konnte endlich gefunden werden. Eine rostige Leitung ist die Ursache. Da die Rohre alle direkt im Erdreich verlegt sind, sei dies eine „tickende Zeitbombe“, sagte Mangold. Um sich für den Ernstfall abzusichern, lässt er eine Kostenermittlung zur Neuverlegung von Rohren erstellen. Weshalb das nicht bei der Ermittlung zur Hallensanierung berücksichtigt worden sei, ärgerte sich Martin Hinz. Mangold zufolge war das nicht Gegenstand der Sanierung, die Bodenplatte sei schließlich nicht geöffnet worden. Hans Söll kritisierte, dass nicht wenigstens Probebohrungen erfolgt sind.