Wain Sanierung der Leichtathletikanlage in Wain: Gemeinde übernimmt nur Teil der Kosten

Vor allem die Weitsprunganlage ist sanierungsbedürftig, aber auch an den anderen Leichtathletikanlagen des TSV Wain muss dringend etwas gemacht werden. Kosten von gut 22.000 Euro fallen dafür an.
Vor allem die Weitsprunganlage ist sanierungsbedürftig, aber auch an den anderen Leichtathletikanlagen des TSV Wain muss dringend etwas gemacht werden. Kosten von gut 22.000 Euro fallen dafür an. © Foto: Dave Stonies
DAVE STONIES 31.10.2014
Knapp die Hälfte der Kosten für die Sanierung der Leichtathletikanlage des TSV Wain übernimmt die Gemeinde. Zunächst wollte der Verein, dass die Gemeinde den vollen Betrag übernimmt. Nun rudert er zurück.

"Die Wogen sind geglättet." Mit diesem Satz beschreibt die erste Vorsitzende des TSV Wain, Karin Wolf-Fuchs das aktuelle Verhältnis zwischen ihrem Verein und der Gemeindeverwaltung. Vor drei Wochen sah das noch ganz anders aus. In seiner jüngsten Sitzung sollte das Gremium darüber entscheiden, in welcher Form man sich an Sanierungsvorhaben des Vereins finanziell beteiligt. Konkret ging es um die Leichtathletikanlage. Diese ist durch Witterung und Alter stark beschädigt. Der Kunststoff-Belag löst sich an den Rändern und der Tartan-Belag hat Risse. Abteilungsleiter Jürgen Fleck erklärte dem Gremium das genaue Schadensbild und er sagte, dass die Erneuerung der Anlage nun zeitnah erfolgen muss, da sonst die Sanierungskosten exorbitant ansteigen würden.

Für die Tiefenreinigung, die Reparatur des Kunststoff-Belages und die Tränkung mit einem Spezialbindemittel sowie dem Aufbringen der Verschleißschicht und Markierungslinien hat der Verein eine Offerte der Firma Kutter aus Memmingen erhalten. Diese umfasst auch den Einbau von Weitsprungbalken und beläuft sich auf 22.173,10 Euro. Bürgermeister Christian Schlenk will 10.643,10 zuschießen, ein weiterer Zuschuss in Höhe von 5.986,73 Euro würde vom Württembergischen Landessportbund kommen. Somit muss der Verein noch 5543,27 Euro aus eigener Tasche bezahlen.

Fleck war sichtlich erstaunt, als Bürgermeister Schlenk diese Zahlen vorlas. Ein Zuschuss der Gemeinde sei nie abgesprochen gewesen. Seiner damaligen Ansicht nach müssten die kompletten Kosten von der Gemeinde getragen werden. Denn die Vereinbarung lautete nach seiner Darstellung ursprünglich: Wenn der TSV die Anlage pflegt sowie Zeit und Geld investiert, würde die Gemeinde dann die Kosten für dessen Erhaltung übernehmen. Fleck betonte in der Sitzung, dass die Mitglieder bereit seien, "auch selbst die Schaufel in die Hand zu nehmen".

Während der Diskussion unter den Räten beantragte Daniel Habdank die Nichtöffentlichkeit, und so beriet der Gremium hinter verschlossener Tür weiter. Am Ende stimmte der Rat der Finanzierung vorbehaltlich einer Einigung mit dem TSV zu. Inzwischen hatten sich Vereinsführung und Gemeindeverwaltung im Ausschuss getroffen und nochmals die Angelegenheit besprochen.

Jürgen Fleck wollte auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE nichts mehr zu Sache sagen. "Man hat sich gütlich geeinigt." Dann verwies der Abteilungsleiter auf Vereinschefin Karin Fuchs-Wolf. Die Diskussion in der Gemeinderatsitzung sei durch ein Missverständnis entstanden. Mehr wollte auch sie nicht dazu sagen. Fakt ist, dass die Gemeinde nun die 10 643,10 Euro - wie in der Beschlussvorlage der jüngsten Ratssitzung aufgeführt - übernehmen wird. Bürgermeister Schlenk bestätigte, dass nun alles wieder im Lot sei und man sich mit dem Verein insgesamt einigen konnte.