Region S-Bahn-Verein wird auch politisch aktiv

Region / THOMAS STEIBADLER 05.08.2016
Arbeitsaufträge hier, politische Arbeit dort. Der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller verfolgt sein Ziel, die Verbesserung des Schienen-Nahverkehrs, mehrgleisig.

Mehr als 80 Landkreise, Städte, Gemeinden und Verbände haben sich bislang dem Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller angeschlossen. Vertreter von etwa 60 Mitgliedern trafen sich kürzlich im Neu-Ulmer Landratsamt zur ersten Mitgliederversammlung, um von der Vereinsführung und von Geschäftsführer Oliver Dümmler zu erfahren, was sich seit der Gründung Ende vergangenen Jahres getan hat und was in naher Zukunft geplant ist. Was die weitere Planung des regionalen S-Bahn-Netzes betrifft, steht demnach zunächst die Brenzbahn im Mittelpunkt: Die Strecke Ulm–Aalen soll einem Stresstest unterzogen werden. Dümmler zufolge wird dabei überprüft, ob die geplanten Ausbauten – zum Beispiel zweigleisig zwischen Langenau und Rammingen, Haltestelle Ulm-Messe – für die zusätzlichen Verbindungen ausreichen. Zur Vorbereitung dieses Stresstests habe der Verein die Bahn mit der Datenerhebung zum aktuellen Zustand der Strecke beauftragt.

Auf politischer Ebene streben der Vorsitzende des Vereins, der Ulmer OB Gunter Czisch, und sein Stellvertreter, der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger, Gespräche in Stuttgart und in München an. Bei Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wollen sie sich für die Regio-S-Bahn-einsetzen, die ohne Geld von den Ländern nicht zu realisieren ist. Die Treffen sollen möglichst bald nach der Sommerpause stattfinden. Ziel der Initiative: Die Länder sollen sich in einem „Letter of Intent“ zur Umsetzung des S-Bahn-Konzepts bekennen. Geschäftsführer Dümmler hofft, dass eine solche Absichtserklärung bis Anfang 2017 unterzeichnet wird.

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