Spenderblut ist auch in der Corona-Krise notwendig. Um trotz verschärfter Abstandsregeln an die Spender zu kommen, hat das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg sechs regionale Blutspendezentren eingerichtet. Eines davon ist am Montag in der Daniel-Schwenkmezger-Halle in Laichingen in Betrieb gegangen. Während fünf Stunden ist dort 157 Spendern jeweils ein halber Liter Blut abzezapft worden. Noch bis Freitag, 27. März, kann dort jeweils von 13 bis 18 Uhr Blut gespendet werden.

„Wir haben die Spendertermine an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst“, erklärt Daniel Schnell vom DRK-Blutspendedienst. Die regionalen Blutspendezentren seien so ausgelegt, dass ausreichend Abstand zwischen Spendern und DRK-Mitarbeitern bestehe.

Das beginnt am Eingang: Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma überprüfen, ob der Spender einen Termin hat. Nur wer sich vorab im Internet unter www.blutspende.de einen Termin geben lässt, darf in die Halle. Nur so sei eine effektive Steuerung des Besucherstroms möglich, sagt Schnell, der mit fünf ehrenamtlichen Helfern des DRK-Ortvereins Laichingen sowie zwei Ärzten und sechs Krankenschwestern vor Ort ist.

Die DRK-Helfer haben in der Halle nur zehn Liegen aufgestellt. Üblicherweise ist es ein Vielfaches. Aber sonst kommen auch mehr als 400 Spender pro Nachmittag. Und noch ein Unterschied besteht zum Normalbetrieb: Anstatt Schnitzel mit Pommes und Salat oder Gulasch mit Spätzle, gab es am Montag Schokolade, Schokowaffeln und eine Banane für den Nachhauseweg.

Alfred Strohm aus Heroldstatt, Martin Brandenburg aus Berghülen und Tanja Ciborovius aus Laichingen sind regelmäßige Blutspender. Ihnen gefiel die entspannte Atmosphäre in der Halle. Die Wartezeit, die bei normalen Terminen ohne Anmeldung bis zu einer Stunde dauere, falle jetzt weg. Und Daniel Schnell fügt hinzu: „Auch für unsere Mitarbeiter ist es nicht so stressig.“

Für Dienstag sind alle Spender-Termine in Laichingen bereits vergeben. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag waren am Montagnachmittag noch einige Plätze frei.