Das Festival „Rock dein Leben“ wird in seiner zweiten Auflage noch größer: Vom 25. bis 27. Juli 2019 kommen wieder zahlreiche Acts nach Laichingen, unter anderem die umstrittenen Bands Freiwild und Unantastbar.

Info-Veranstaltung zum Festival in Laichingen

Das ist für das Bündnis „Ulm gegen Rechts“ Anlass genug, sich kritisch mit der Veranstaltung zu beschäftigen. Auch einige neue „einschlägige Acts“ seien dabei, etwa „Maerzfeld“ und „Stahlzeit“, schreibt „Ulm gegen Rechts“ in seiner Einladung zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 9. April um 18 Uhr im Alten Rathaus in Laichingen. Titel: „Rock dein Leben-Festival – doch nicht so unproblematisch wie behauptet?“

Lachingen

Das Bündnis hat als Referenten ein Mitglied des Recherchekollektivs „Allgäu rechtsaußen“ eingeladen. Der Referent werde sich den beim Festival in Laichingen auftretenden Bands, deren Liedtexten und Netzwerken widmen und zeigen, wo es Überschneidungspunkte zu „rechten Lebenswelten“ gibt. „Wir sagen nicht von vornherein, alles ist böse“, sagt Antje Trosien vom Bündnis „Ulm gegen Rechts“. „Wir wollen die Möglichkeit geben, sich zu informieren und zu diskutieren.“ Es sei wichtig zu wissen, was in der Rock- und Pop-Kultur abgehe, sagt Antje Trosien. „Welche Message wird da transportiert?“

Cottbus/Stuttgart

Bands wie Freiwild nach wie vor umstritten

Bands wie Freiwild sind nach wie vor höchst umstritten. Am kommenden Mittwoch gastiert die Band beispielsweise in Ravensburg. Dort erkennen die Grünen in den Texten der Gruppe „eine Wertehaltung, die eher auf der rechten Seite besteht“.

Der Laichinger Flugsportverein, der wieder sein weitläufiges Gelände für „Rock dein Leben“ zur Verfügung stellt und in bestimmten Bereichen mitarbeitet, sieht dagegen kein Problem. Er hat bei der Bundesprüfstelle nachgefragt und die Antwort bekommen, dass keine Werke der auftretenden Musikgruppen auf dem Index stehen. Laut Vorstandschaft stehen die Mitglieder einstimmig hinter der Veranstaltung.

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