Handwerk Richtfest für die „Zukunftswerkstatt“

Die Kinder des Bauherrn, Annelene, Marie-Luise und Maximilian Müller, Seniorchef Manfred Müller und Bauleiter Hans Maier trugen gestern den Richtspruch vor.
Die Kinder des Bauherrn, Annelene, Marie-Luise und Maximilian Müller, Seniorchef Manfred Müller und Bauleiter Hans Maier trugen gestern den Richtspruch vor. © Foto: Oliver Schulz
Samira Eisele 21.06.2018

Für Annelene, Marie-Luise und Maximilian Müller war es der erste Richtspruch, für Manfred Müller der vorerst letzte von „unzähligen“. Bauherr Reinhold Müller überließ diese Aufgabe seinen Kindern und seinem Vater, gemeinsam mit Bauleiter und Zimmerermeister Hans Maier. Die klare Botschaft: Bei der neuen Produktionshalle handelt es sich um ein Generationenprojekt, das auf das Engagement des Seniorchefs und seines Vaters, dem Firmengründer Friedrich Müller, gründet. Und das, so formulierten es deren Enkel beziehungsweise Urenkel, „eines Tages vielleicht auch unsere Zukunft sein“ könnte.

„Zukunftswerkstatt“, diesen Namen hat Reinhold Müller der Halle 4 gegeben. „Mein Traum ist wahr geworden“, sagte er über die Produktionsstätte, die am südlichen Rand des Werksgeländes am Hang gebaut wurde. In Holzbauweise, versteht sich – und mit einem Panorama-Ausblick. In der neuen Halle sollen Fertigbaumodule aus Holz entstehen. „Die Politik und die Städte rufen nach Wohnraum. Das ist unsere Antwort“, sagte Müller.

Politik und Stadt waren durch weitere Redner und Gäste vertreten. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, lobte die „eindrucksvolle Halle“, in der man auch „einen Fußballplatz unterbringen könnte – aber was sie vorhaben, ist besser“. Die Holzbauweise, die CO2 bindet, sei in Zeiten des Klimawandels „alternativlos“. Außerdem gut geeignet für die Nachverdichtung in Städten. Um diese möglich zu machen, forderte er von Stadtverwaltungen „mehr Mut zur Änderung von Bausatzungen“.

Diesen Mut hatte die Stadt Blaustein – wenn auch im Gewerbebau – bereits bewiesen: Um die riesengroße Halle zu ermöglichen, hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr einen bestehenden Bebauungsplan durch einen neuen ersetzt. Und in diesem nicht nur eine höhere Halle, sondern auch weitere Lager- und Entwicklungsflächen für das Unternehmen erlaubt. Ortsvorsteher Manfred Strobel war in seinem Grußwort deshalb zuversichtlich, dass es nicht die letzte Halle ist, die Reinhold Müller an diesem Standort einweiht. Diesem Wunsch dürfte sich Bürgermeister Thomas Kayser anschließen: Er verglich die Entwicklung der Stadt und des Unternehmens: „Dieser Betrieb steht symbolisch auch für Blaustein.“

So lang wie ein Fußballfeld

Maße Gut 120 Meter lang, 24 Meter breit und 15 Meter hoch ist die neue Produktionshalle. Die Kosten liegen bei vier Millionen Euro.

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