An der tiefsten Stelle der Schauhöhle, der so genannten Kleinen Halle, hat eine Besuchergruppe am Freitag gegen 10.15 Uhr in der Laichinger Tiefenhöhle eine ohnmächtig am Boden liegende Frau entdeckt. Die Gruppe schlug beim Höhlenbetreiber oben im Rasthaus Alarm. Der örtliche Notarzt, Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie die Feuerwehr Laichingen und die Bergwacht-Bereitschaften Blautal, Göppingen und Geislingen-Wiesensteig rückten an. Wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Oliver Burget und der Laichinger Einsatzleiter Heinrich Huober später berichteten, kam die Frau nach der Behandlung durch den Notarzt wieder zu sich und wurde in eine Schleifkorbtrage geschnallt. In dieser Rettungswanne, die in den engen Schächten teilweise senkrecht gestellt werden musste, wurde die junge Frau nach oben getragen.

Die Einsatzkräfte vermuten, dass die Frau, die ohne Begleitung in die ausgebaute und gut beleuchtete Schauhöhle aufgebrochen war, aufgrund ihrer Ohnmacht die untersteten Stufen einer steilen Treppe hinabgestürzt war und sich dadurch Verletzungen zuzog. Die Schwerverletzte wurde mit dem Ulmer Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Für die Einsatzkräfte war die etwa 45 Minuten dauernde Rettung in der Höhle äußerst anstrengend. „Die waren völlig nassgeschwitzt“, berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Huober. Oliver Burget lobte die tadellose Zusammenarbeit aller Helfer und Organisation. Auch Spezialisten der Höhlenrettung waren alarmiert worden, mussten aber nicht mehr eingreifen.