Wohnen Rege Nachfrage nach Bauplätzen in Asselfingen

Asselfingen / Kurt Fahrner 19.12.2016

Insgesamt 35 neue Bauplätze sind im neuen Wohnbaugebiet „Bergäcker“ am östlichen Ortsrand von Asselfingen vorgesehen. In der vergangenen Sitzung hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für das rund 2,6 Hektar große Gebiet beschlossen. Demnach sollen im ersten Bauabschnitt zwölf Baugrundstücke erschlossen werden. „Wir haben eine rege Nachfrage“, sagte Bürgermeister Armin Bollinger. „Auf meiner Liste stehen schon zehn Interessenten für die zwölf Bauplätze.“

Für die Erschließung des ersten Bauabschnitts ist folgender Zeitplan vorgesehen: Im Januar 2017 sollen die Arbeiten ausgeschrieben und im Frühjahr 2017 vergeben werden. Ende Juli sollen dann die Tiefbau-Maßnahmen abgeschlossen sein. Für die Ausschreibung seien bereits Bodenanalysen bis zu einer Tiefe von 3,50 Meter gemacht und der asphaltierte Feldweg am Westrand des Baugebiets untersucht worden, erklärte Bollinger.

Vor dem Satz­ungsbeschluss beschäftigten den Gemeinderat Einwände und Anregungen, die ausschließlich von Trägern öffentlicher Belange kamen. Die EnBW pochte auf die Festschreibung einer erdverkabelten 20-Kilovolt-Stromleitung im Plangebiet. Dieser Forderung kam der Gemeinderat nach. Die Stellungnahme des Landratsamtes lehnten die Gemeinderäte hingegen ab. Das Landratsamt hatte angeregt, das geplante Sickerbecken für Regenwasser um 400 Meter zu verlegen. Die Räte stimmten dagegen, vor allem aus Kostengründen, aber auch weil Privatgrund dafür in Anspruch genommen werden müsste.

Auf dem Plangebiet hatte die Naturschutzbehörde zudem ein Vorkommen an Feldlerchen festgestellt. Um die Tiere zu schützen, hatte die Behörde gefordert, jährlich zwei Lerchenfenster von je 30 Quadratmetern zum Brüten der Vögel zu garantieren. Auch dagegen sprach sich der Gemeinderat aus und entschied sich stattdessen für eine Buntbrache, also eine Blumenmischfläche. „Egal, ob Lerchenfenster oder Buntbrache, wie es die Vögel aufnehmen, wissen wir nicht“, sagte Bürgermeister Bollinger.