Infrastruktur Rathaus wird saniert und bekommt einen Anbau

So soll das Rathaus Lonsee aussehen.
So soll das Rathaus Lonsee aussehen. © Foto: Grafik: Ott Architekten
Lonsee / Michael Seefelder 06.12.2018

Bereits in wenigen Wochen sollen die ersten Arbeiten ausgeschrieben werden: Am Montag hat der Lonseer Gemeinderat beschlossen, das Rathaus zu sanieren und mit einem Anbau zu vergrößern. Wie Matthias Ott vom Architekturbüro Ott aus Laichingen in der Sitzung sagte, rechnet er mit Bruttokosten von 2,4 Millionen Euro. 50 Prozent davon muss die Gemeinde – verteilt auf zwei Haushaltsjahre – tragen, die andere Hälfte kommt aus dem Ausgleichstock, jeweils 200 000 Euro in den Jahren 2019 und 2020, und einem Landeszuschuss für die Ortskernsanierung (800 000 Euro), sagte Bürgermeister Jochen Ogger.

Er zählte eine Reihe an Mängeln an dem jahrhundertealten ehemaligen Bauernhaus auf, die eine zügige Erneuerung unerlässlich machten: Die Technik sei im Hinblick auf die Digitalisierung veraltet, es gebe keinen barrierefreien Zugang für die oberen Stockwerke und es fehlten Büros und ein Sozialraum für die Mitarbeiter. „Das Archiv hängt auch schon bedenklich durch“, berichtete Ogger. Es gebe zudem keine Türen mit Schallschutz, was vor allem beim Datenschutz ein Problem sei und auch energetisch müsse einiges verbessert werden. „Wir heizen momentan durch die Dachziegel durch.“ Das Trauzimmer genüge heutigen Anforderungen ebenfalls nicht. Es sei viel zu klein und im Sommer heize sich der Raum stark auf. Nötig seien unter anderem auch neue Fenster, Decken, Heizkörper und Treppengeländer.

Architekt Ott präsentierte seine Pläne für einen zweigeschossigen Anbau, in dem ein Sitzungssaal kombiniert mit einem Trauzimmer untergebracht werden soll. Angrenzend daran sollen eine Küche und ein Lagerraum für Stühle und Tische entstehen. Außerdem sind Toiletten vorgesehen, die auch bei Freiluft-Veranstaltungen separat genutzt werden könnten. Neben einem Foyer mit Sitzmöglichkeiten und Garderobe sollen in dem Gebäude auch die zusätzlichen Büros, der Sozialraum für Rathausangestellte und ein Aufzug bis ins erste Obergeschoss eingebaut werden.  Für den Vorplatz sind Beleuchtung, Fahrradständer und Sitzgelegenheiten vorgesehen.

Ogger zufolge könnten in dem Anbau Volkshochschul-, Kleinkunst- und Kulturveranstaltungen sowie Vorträge und Ausstellungen stattfinden. Geplant ist auch, das Bürgerbüro ins bisherige Trauzimmer zu verlegen. Zu den Kosten gibt es noch keine konkreten Angaben. Der Bauantrag soll noch vor Weihnachten eingereicht werden. Im Januar könnten die ersten Gewerke ausgeschrieben werden. Im Mai ist der Abriss der Garagen geplant, was einen Baubeginn im Juni ermöglichen würde. 

Baubeginn für Juni 2019 geplant

Zeitplan Der Bauantrag für das Rathaus soll noch vor Weihnachten eingereicht werden, erklärte Architekt Ott. Im Januar 2019 könnten dann die ersten Gewerke ausgeschrieben werden. Im Mai ist dann der Abriss der Garagen geplant, was einen Baubeginn im Juni ermöglichen würde.

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