Donaurieden Rat sauer auf Stadt

Donaurieden / AG 03.03.2012

Empört hat der Donaurieder Ortschaftsrat in der Sitzung am Dienstag auf ein Schreiben der Erbacher Stadtverwaltung zur Querspange reagiert. "Eine falsche oder gar fehlende Informationspolitik seitens der Verwaltung in Erbach lässt sich nicht feststellen", hieß es in dem Brief. Hintergrund: Die Ortsverwaltung hatte im Jahr 2009 Einwendungen gegen die Querspange ans Tübinger Regierungspräsidium (RP) geschickt.

Allerdings zu spät, das Schreiben ging erst nach Ende einer Frist beim RP ein. Die Tübinger Behörde hatte der Stadt am 28. April schriftlich das Fristende 13. Mai mitgeteilt, dieses Schreiben sei aber nicht an die Ortsverwaltung Donaurieden weitergeleitet worden, sagte Ortsvorsteher Werner-Josef Ströbele im Rat. So sei man in Donaurieden, ebenso wie in den anderen Teilorten Dellmensingen und Ersingen, der Meinung gewesen, die Frist ende am 31. Juli. "Es kann doch nicht sein, dass es heißt, wir haben geschlafen - die Schuld muss vom Ortschaftsrat weg", sagte Ratsmitglied Fritz-Martin Fetzer. Tobias Schwetlik wies auf den fehlenden Verteilerschüssel im Schreiben hin und bemerkte, dass die Stadtverwaltung Erbach hier den Ernst der Lage wohl nicht erkannt habe. Auch Otto Schele betonte, es sei wichtig, "die Sache richtiggestellt zu haben".

Der Ortschaftsrat beschloss einstimmig, der Stadt zu schreiben, die Sachlage richtig darzustellen und zu klären, wer für das Versäumnis verantwortlich ist. Von einer "wissentlichen Täuschung der Stadtverwaltung Erbach gegenüber der Ortsverwaltung Donaurieden" sprach gar einer der Zuhörer in der Sitzung.