Moment mal Raffaelo-Becher für Ronja

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sam 27.07.2018

Hipp, hipp, hurra, die Sommerferien sind da! In Baden-Württemberg starten sind gut eine Million Schüler in sechseinhalb frei gestaltbare Wochen gestartet. Das bedeutet: Es muss Geld her für Pommes am Baggersee und den Becher Spaghetti-Eis mit der besten Freundin. Deshalb ist nun auch die Zeit, zu der fleißige Schüler traditionell zu den Großeltern oder anderen wohlmeinenden Verwandten fahren, um mit Einsern zu winken und dafür Zehner abzustauben. Eine Taktik, die wir auch den Bundestagsabgeordneten der Region nahelegen möchten – sofern es ihre Noten hergeben.

Vergeben hat diese das Internetportal „Abgeordnetenwatch.de“: Die Organisation eine Liste mit Noten veröffentlicht, die sie für das Antwortverhalten baden-württembergischer Volksvertreter vergeben haben. Durchschnitt: 3,0. Knapp darunter liegen die drei hiesigen Bundestagsabgeordneten: Ronja Kemmer (CDU) findet sich unter den 40 Einser-Schülern, die eine Antwortquote von 100 Prozent aufweisen, Hilde Mattheis (SPD) teilt sich das solide Mittelfeld mit acht weiteren Abgeordneten, die „befriedigend“ (Mattheis: 67 Prozent) geantwortet haben. Und auch ein Schlusslicht hat der Wahlkreis Ulm zu bieten. Alexander Kulitz (FDP) bekommt wie insgesamt 23 Abgeordnete die Note „ungenügend“. Eine Bewertung, die er sich übrigens mit Wolfgang Schäuble, Cem Özdemir und Alice Weidel teilt, die ebenfalls null Prozent der gestellten Fragen beantwortet haben.

Übersetzt in Großeltern-Belohnungen würden wir sagen: Für Kulitz höchstens ein Wasser­eis, Hilde Mattheis bekommt drei Kugeln im Becher und Ronja Kemmer kriegt den großen Eisbecher mit allem Pipapo. Aus Gründen der Alliteration empfehlen wir einen Raffaelo-Becher, zu dem sie sich mit den Abgeordneten der Nachbarlandkreise verabredet: Den Einser-Schülern Leni Breymaier (SPD/ Wahlkreis Aalen-Heidenheim), Heike Baehrens (SPD Göppingen) und Martin Gerster (SPD/Biberach). Und unter ein Lecker-Schmecker-Selfie posten die Vier dann den Slogan von Abgeordnetenwatch: „Weil Transparenz Vertrauen schafft.“

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