Bundestagswahl Radfahrer fragen Politiker

swp 22.09.2017

„Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ nennt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seine Kampagne zur Wahl und stellt darin acht „zentrale Forderungen“ an die künftige Bundesregierung auf. Zum Beispiel: Vorrang für Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel – den so genannten Umweltverbund – gegenüber dem Autoverkehr. Und: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften.

Der ADFC Ulm/Alb-Donau und Neu-Ulm hat die hiesigen Kandidaten mit den Forderungen konfrontiert. Im Wahlkreis 291 Ulm wurden Ronja Kemmer (CDU), Hilde Mattheis (SPD), Eva-Maria Glathe-Braun (Linke), Marcel Emmerich (Grüne), Alexander Kulitz (FDP), Eugen Ciresa (AfD) und Anja Hirschel (Piraten) angeschrieben. Kemmer und Ciresa anworteten dem Verein zufolge nicht. Im Wahlkreis 255 Neu-Ulm antworteten alle: Georg Nüßlein (CSU), Karl-Heinz Brunner (SPD), Ekin Deligöz (Grüne), Elmar Heim (Linke), Gerhard Großkurt (AfD), Gabriela Schimmer-Göresz (ÖDP) und Rudolf Ristl (Piraten). Nüßleins Antworten wurden allerdings nicht gewertet, da er sich nicht an das vorgegebene Bewertungsschema gehalten habe.

In der Pressemitteilung zur Kandidatenbefragung stellt der ADFC fest: „Prinzipiell überrascht, dass die meisten Befragten den teilweise recht weitgehenden Forderungen überwiegend oder gänzlich zustimmen. Das Thema Fahrrad nimmt offensichtlich bei allen Parteien einen wichtigen Platz ein.“ Der parteipolitisch neutrale ADFC möchte die Befragung nicht als Wahlempfehlung verstehen. Vorstandsmitglied Ewald Ottmann findet aber: „Es lohnt sich auf jeden Fall, sich etwas intensiver mit den Antworten zu befassen.“ Das ist auf http://www.adfc-ulm.de möglich.