Öllingen Quelle wieder sauber

Öllingen / KF 02.03.2012

Das Wasser aus dem gemeinsamen Brunnen der Gemeinden Öllingen, Rammingen, Setzingen und Nerenstetten hat wieder Trinkwasserqualität. Im vergangenen Jahr seien 550 Proben untersucht und alle Grenzwerte eingehalten worden, sagte Heinz Armbruster von der Landeswasserversorgung in der Verbandsversammlung der Albwasserversorgungsgruppe XI. In früheren Jahren waren immer wieder erhöhte Werte von Nitrat, Atrazin und Desethylatrazin festgestellt worden, weshalb das Wasser aus der Baumbrunnenquelle bei Öllingen gesondert behandelt werden musste. Die Verbesserung sei der etwa 53 Hektar großen Schutzzone um die Quelle zu verdanken, in der Felder und Äcker weniger intensiv bewirtschaftet werden müssen. "Eine Erfolgsgeschichte", sagte Armbruster. Nach dem Unterschreiten der Grenzwerte werden die Vorschriften für Landwirte gelockert. Der Ramminger Bürgermeister Karl-Friedrich Häcker, Vorsitzender des Zweckverbands, hofft auf die Vernunft der Bauern. Es sei Ziel der Mitgliedsgemeinden, Grundstücke in der Schutzzone zu erwerben, und in den Pachtverträgen eine extensive Bewirtschaftung festzulegen.

Beschlossen wurde eine leichte Erhöhung des Abgabepreises. Rammingen bezahlt künftig 24 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser (bisher 21 Cent), die anderen drei Gemeinden 52 Cent (bisher 46 Cent). Rammingen kommt günstiger weg, weil sich auf dem Gebiet der Gemeinde Brunnen der Landeswasserversorgung (LW) befinden. Die LW hat für den Zweckverband die technische Betriebsführung übernommen. Das Kaufmännische erledigt der Verwaltungsverband Langenau.